07.03.2018

Frauen der Reformation - Ausstellung in Reister Kunstkirche


Reiste. Rund 50 Menschen trafen sich kürzlich in der Reister Kunstkirche zur Eröffnung der Ausstellung „Die Geschichte der weiblichen Reformation“ im ehemaligen evangelischen Gotteshaus. Schautafeln mit historischen Fakten und Werke zeitgenössischer Künstlerinnen zum Thema ergänzen sich hier in einer spannenden Mischung, die das Bonner Frauenmuseum im vergangenen Jahr zum Reformations-Jubiläum gezeigt hat. Der Wittgensteiner Kirchenkreis hat die Sammlung jetzt zum 200-jährigen Bestehen des Kirchenkreises nach Wittgenstein und ins Hochsauerland geholt. Nach vier Wochen in der Erndtebrücker Kirche wechselte sie für 15 Tage nach Reiste, wo die Visbeckerin Marianne Schneider als neue Kunstkirchen-Besitzerin die Ausstellung gern zeigen wollte. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 18. März, in Reiste, Am Reinspring 2, verlässlich samstags und sonntags von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Außerdem sind nach vorheriger Vereinbarung mit Dr. Dieter Meierling unter Tel. (02973) 3209 auch noch Besuche an anderen Wochentagen im angegebenen Zeitraum möglich.

Eröffnet wurde die Ausstellung mit einer Andacht, in der die Gleidorfer Pfarrerin Ursel Groß und die Lektorin Christiane Mörchen aus der Dorlarer Kirchengemeinde zunächst einmal auf wichtige weibliche Gestalten in der Bibel hinwiesen: „Frauen, die Geschichte bewegt haben - Gottes Geschichte mit den Menschen“, so die Zusammenfassung von Ursel Groß. Außerdem stellten die Beiden wichtige Frauen der Kirchengeschichte vor, die konnten in der Reformations-Ausstellung im Hochsauerland übrigens auch mal katholisch sein. Wie Teresa von Ávila, von der Christiane Mörchen dieses Gebet zitierte: „Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein und Dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen; auch kann ich nicht meditieren in der Morgendämmerung und im stürmischen Horizont. Mache mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für Dich rau geworden sind. Kannst Du meinen Spüllappen als einen Geigenbogen gelten lassen, der himmlische Harmonie hervorbringt auf einer Pfanne? Sie ist so schwer zu reinigen und ach, so abscheulich!“ Aber natürlich kam die Sprache auch auf Katharina Zell, die Namensgeberin des Evangelischen Gemeindehauses in Schmallenberg. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht zur Ausstellungseröffnung von Reinhard Wulbeck an der Orgel, die noch immer auf der Empore der ehemaligen Kirche steht.

Einen Eindruck von der Ausstellung bekommt man auf der Homepage des Wittgensteiner Kirchenkreises hier.


Christiane Mörchen (links stehend) und Ursel Groß eröffneten die Ausstellung „Die Geschichte der weiblichen Reformation“ in der Reister Kunstkirche mit einer Andacht. Bild: Jens Gesper

 
 
 
 
Frauen der Reformation - Ausstellung in Reister Kunstkirche
 

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