02.05.2018

Streiterin für eine Kirche auf Augenhöhe - Berührender Einsegnungsgottesdienst


Arnsberg. Mit schwungvoller Musik, gespielt von der Gemeindeband unter Leitung von Pfarrer Wolfram Sievert, feierte die Ev. Kirchengemeinde Arnsberg am letzten Samstagnachmittag im April einen besonderen Gottesdienst. Der Anlass ist in der letzten Zeit nicht oft vorgekommen: Franziska Pich, allen im Kirchenkreis bekannt als eine der beiden Synodalbeauftragten für Flüchtlingsarbeit und diakonische Mitarbeiterin in der Kirchengemeinde Arnsberg, wurde von Superintendent Alfred Hammer als Diakonin eingesegnet. Er sagte dazu: „Das ist heute ein besonderes Geschenk auch für mich, denn in meiner langen Dienstzeit war es mir noch nie vergönnt, eine Einsegnung vornehmen zu dürfen.“ Ihm war diese Feier eine besondere Freude, da er und Franziska Pich in den vergangenen Jahren einen Stück ihres Weges gemeinsam gegangen seien. Aus Erfahrung sagte er zur Diakonin: „Mit Ihnen kann man trefflich streiten. Sie sind kampfelslustig im positiven Sinne. Neugierig und wissbegierig.“ Im Gottesdienst anwesend waren weitere Diakoninnen wie Pichs engest Kollegien  in der Flüchtlingsarbeit Elisabeth Patzsch, Bärbel Scholle-Pusch, als Diakonin als Religionslehrerin tätig,  und eine Freundin aus ihrem Ausbildungsjahrgang.
Pfarrer und Pfarrerin aus der Kirchengemeinde Arnsberg und Diakoniepfarrer Peter Sinn gehörten zu denen, die die neue Diakonin segneten.  Sinn hat als Kollege die Fachaufsicht im Bereich Diakonie  und kennt  Pichs Arbeit im Detail. Laut Hammer ist er ihr darüber zu einem „väterlichem Freund“ geworden. Die frisch eingesegnete Diakonin hielt im Gottesdienst die Predigt. Aus ihren Worten wurde deutlich: Sie weiß  wo es langgeht, sie ist bereit zu streiten für die Menschen, für die sie Verantwortung übernommen hat.  Für sie bedeutet Diakonie:  „ Dienst am Nächsten und Dienst an Gott. Als Diakonin möchte ich genau das tun. Wir brauchen eine Kirche auf Augenhöhe und eine Kirche, die in unserer Mitte ist.“

Im Anschluss an den Gottesdienst gratulierten Freunde, Kollegen und Weggefährten Franziska Pich mit persönlichen Worten, Liedern und Geschenken. Am Montag danach sagte sie: „Ich bin noch ganz berührt von diesem Gottesdienst.“ Limbrock/Koppe-Bäumer


Bilder: Limbrock

 
 
 
 
Streiterin für eine  Kirche auf Augenhöhe - Berührender Einsegnungsgottesdienst
 

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