14.03.2014

Wandel in Schule und Familie machen Bildungspartnerschaften nötig - Ökumenischer Empfang für Schulleitende


Meschede. 34 Leiter und Leiterinnen allgemeinbildender Schulen und Berufskollegs aus Arnsberg, Meschede, Schmallenberg, Eslohe, Winterberg, Medebach, Bestwig, Olsberg und Brilon begrüßte Superintendent Alfred Hammer im Namen der drei katholischen Dekanate im Sauerland und des Ev. Kirchenkreises Arnsberg Mitte März im Gemeinsamen Kirchenzentrum. Dr. Remi Stork (Bild), katholischer Mitarbeiter der Evangelischen Aktion für Familienförderung aus Münster sprach über „ Vielfalt und Wandel in der Zusammenarbeit von Familie und Schule“. Kompetent und unterhaltsam begann Stork mit dem Wandel der Familien aus soziologischer Perspektive, erläuterte welche Anknüpfungspunkte kirchliche Arbeit in Familien heute findet, und entwickelte Modelle von Erziehungs-und Bildungspartnerschaften zwischen Schulen und Familien.

Familienformen sind vielfältig geworden. Familienleben ist anstrengend. Die Zahl der Familien mit Kindern unter 18 ist drastisch gesunken. Es gibt immer mehr Lebensgemeinschaften und Alleinerziehende. Familiengründung und Berufsanfangsphase fallen meist zusammen und strapazieren die Erwachsenen. Familien suchen sich bewusst Kindertagesstätten und Schulen aus, die zu ihnen passen. Benachteiligten Familien fehlen dazu jedoch Geld und die Kompetenz. Eltern und Lehrende fühlen sich in Erziehungsfragen manchmal machtlos.

Stork meint, dass Schule und Familie gemeinsam Kinder erziehen und bilden sollen. Gegenseitige Offenheit, Neugier und Dialogbereitschaft seien die Grundvoraussetzungen dieser Bildungspartnerschaft, Elterncafés und Gespräche zwischen Lehrern und Eltern auf Augenhöhe ihre Umsetzung.  „Natürlich kann und soll Schule nicht die Erziehung der Kinder an Stelle der Eltern erledigen. Aber: Ohne Erziehung geht es in Schulen nicht.“ Ein weiterer Grund für die Zusammenarbeit sei die Tatsache, dass Kinder sich 60% ihrer Bildung in der Familie aneigneten.

Dechant Hubertus Böttcher leitete die Aussprache, die kritische und zustimmende Reaktionen enthielt: Die zusätzliche Erziehungsaufgabe überfordere die an sich schon überlasteten Lehrkräfte. Andere dankten für gute Ideen, die der Vortag für den Arbeitsalltag gebracht habe und stimmten zu, dass intensive Gespräche Voraussetzung dafür seien, Familien in ihrer Verschiedenheit zu verstehen.

Text: KKB, Bilder: Theo Richter  Die Präsentation hier


Zahlreiche Schulleiter und Schulleiterinnen nahmen die Einladung der evangelischen und kathoischen Kirche zum Empfang an.

Alfred Hammer: "Sie kennen die vielfältigen Familienformen, die es heute gibt."

 
 
 
 
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