14.06.2017

Diakonie stärkt Angebote für Menschen mit Demenz - Ende Juni öffnet in Arnsberg das „Café Auszeit“ – zum Auftakt am 23. Juni ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant


Arnsberg (drh) – Die Diakonie Ruhr-Hellweg startet Ende Juni ein besonderes Betreuungsangebot für Menschen mit Demenz. Zunächst jeweils freitags von 14 bis 17 Uhr öffnet das „Café Auszeit“ am Seniorenzentrum „Haus zum Guten Hirten“ seine Türen. Ein Team aus speziell geschulten ehrenamtlichen Mitarbeitenden bietet den demenziell erkrankten Gästen gemeinsames Singen, Erinnerungsarbeit, künstlerische Aktivitäten und vieles mehr in geselliger Atmosphäre an. Bei einer Tasse Kaffee ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten zum Gespräch. „Das Café Auszeit soll Betroffene dabei unterstützen, vorhandene Ressourcen zu erhalten oder neu zu entdecken“, erklärte Vorstand Christian Korte am Montag bei einem Pressegespräch. „Die Angebote werden stets an die Möglichkeiten und Bedürfnisse der Gäste angepasst.“

Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, pflegende Angehörige zu entlasten. „Die Betreuung eines Menschen mit Demenz ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die zeitlich und emotional beanspruchend ist. Eigene Interessen können da leicht in den Hintergrund geraten. An diesem Punkt setzt unser Projekt an“, erklärt Koordinator Jochen Laible. Während das „Café Auszeit“ läuft, haben die Angehörigen die Möglichkeit, ihre Zeit frei zu gestalten. „Ob Einkaufen, Fahrrad fahren oder Unternehmungen mit Freunden: Nach so einer kleinen Auszeit ist es oft deutlich leichter, den Anforderungen des Alltags gerecht zu werden“, fügt der  Demenzexperte aus dem Fachbereich Pflege und Gesundheit hinzu.

Im Evangelischen Kirchenkreis Unna betreibt die Diakonie mit dem „Café Yesterday“ bereits ein ähnliches Projekt – mit Erfolg. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht, das niedrigschwellige Angebot  kommt gut bei den Menschen an. Deshalb freuen wir uns, es nun in einer weiteren Stadt auf den Weg zu bringen“, sagt Laibles Kollegin Martina Fuchs. Bei der Suche nach einem geeigneten Domizil fiel die Wahl schnell auf die Räume am idyllisch gelegenen Seniorenzentrum am Ginsterweg 27. „Das Haus zum Guten Hirten“ ist eine bekannte Adresse in Arnsberg. Durch die Nähe von Pflegeheim und „Café Auszeit“ bieten sich vielfältige Möglichkeiten zum Austausch“, sagt Heimleiterin Cornelia Helmert.

Martin Polenz, Fachstelle „Zukunft Alter“ der Stadt Arnsberg, lobte bei dem Pressegespräch das „Café Auszeit. „Ich hoffe, es findet viele Interessenten“, sagte er. Die Diakonie stärke mit dem wohnortnahen Angebot das Quartier rund um das „Haus zum Guten Hirten“. Angebote wie das „Café Auszeit machten Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen deutlich, dass sie nicht allein seien, dass es Unterstützungsmöglichkeiten ganz in ihrer Nähe gebe.

Wer seinen Angehörigen für das „Café Auszeit“ anmelden möchte, sollte sich an die  Diakonie unter Telefon (02931) 963 83-62 wenden. Je nach den individuellen Voraussetzungen der Gäste übernimmt die Pflegekasse die Betreuungskosten. Auch ein Fahrdienst wird angeboten. Zum Auftakt ist am Freitag, 23. Juni, ein „Tag der offenen Tür“ geplant: Von 14 bis 17 Uhr können sich Menschen mit Demenz, Angehörige und Betreuende oder Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, im persönlichen Gespräch informieren. Neben ihren regelmäßigen Angeboten gestaltet die Diakonie viele weitere individuelle Unterstützungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen gibt es hier.


Stellten das Projekt vor: (von links) Cornelia Helmert (Leitung „Haus zum Guten Hirten“), Jochen Laible (Fachbereich „Pflege und Gesundheit“), Marion Struß (Ehrenamtliche), Martina Fuchs (Fachbereich „Pflege und Gesundheit“), Vorstand Christian Korte, Birgit Krüger (Leitung Sozialer Dienst) mit Martin Polenz (Stadt Arnsberg). Bild: drh

 
 
 
 
Diakonie stärkt Angebote für Menschen mit Demenz  - Ende Juni öffnet in Arnsberg das „Café Auszeit“ – zum Auftakt am 23. Juni ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant
 

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