14.11.2017

Ein „Starterpaket“ als schnelle Hilfe in der Not - Die Diakonie ruft ein Spendenprojekt für Menschen ohne Wohnung ins Leben


Arnsberg (drh) – Mit einer neuen Aktion möchte die Diakonie Ruhr-Hellweg Menschen unterstützen, die kein festes Dach über dem Kopf haben: Sie stattet Menschen ohne Wohnung mit einem sogenannten „Starterpaket“ aus. Dabei handelt es sich um eine Stofftasche, in der sich wichtige Dinge des täglichen Bedarfs befinden, zum Beispiel eine Decke, ein Kopfkissen, Seife oder Shampoo. Finanziert wird das Projekt über Spenden – jeder kann mitmachen. „Gerade zum Beginn der kalten Jahreszeit möchten wir die Gesellschaft stärker für das Thema Wohnungslosigkeit sensibilisieren“, erklärt Initiatorin Antonia Vogt, Leiterin der „Beratungsstelle für Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten“ in Arnsberg. „Jeder von uns kann plötzlich in eine Notsituation geraten, aus der er ohne Unterstützung nicht mehr herausfindet.“ 

In der Beratungsstelle finden Ratsuchende ein offenes Ohr, die kein Zuhause mehr haben oder Gefahr laufen, ihre Wohnung zu verlieren. Gemeinsam mit speziell ausgebildeten Fachkräften können sie hier eine individuelle Lösung für ihre Situation entwickeln. Zudem haben sie die Möglichkeit, Ruhe zu finden, Kraft zu tanken und andere zu treffen, denen es ähnlich geht. Manchmal aber reicht eine Beratung nicht aus: Dann ist schnelle Hilfe in der Not erforderlich.

Schlafplätze gibt es in der Beratungsstelle nicht: Zum Übernachten werden die Menschen ohne Wohnung deshalb in eine Unterkunft der Stadt Arnsberg vermittelt. „Wenn die Betroffenen dort ankommen, haben sie oft nicht mal das Nötigste bei sich“, weiß Antonia Vogt. An dieser Stelle setzt das Projekt an: „Mit den Taschen möchten wir in dieser Situation unkompliziert und wirkungsvoll helfen. Ziel ist es, den Menschen ein Stück ihrer Würde zurückzugeben.“

Bisher haben Antonia Vogt und ihr Team 25 Starterpakete geschnürt. Nur zehn Euro kostet eine Tasche, die über ein Spendenportal bei der Bank für Kirche und Diakonie erworben werden kann und dann an einen Mann oder eine Frau ohne Wohnung weitergeleitet wird. „Schon mit einer vergleichsweise kleinen Summe kann also jeder einem Menschen in einer akuten Notsituation helfen“, erläutert Antonia Vogt. Für einige Taschen ist bereits gespendet worden, viele weitere sollen folgen, wenn es nach der Initiatorin geht. Die ersten Empfängerinnen und Empfängern hätten sich über die Taschen sehr gefreut, berichtet Vogt. „Deshalb hoffen wir, dass noch viele Menschen unsere neue Spendenaktion unterstützen.“

Das Spendenkonto bei der Bank für Kirche und Diakonie lautet:

BIC:      GENODED1DKD

IBAN:    DE10 3506 0190 2114 8160 38

Weitere Informationen gibt es auch über einen Spendenbutton auf der Website www.diakonie-ruhr-hellweg.de.

Zur Beratungsstelle für Personen in besonderen Sozialen Schwierigkeiten:
Keine Arbeit, keine Wohnung, kein Geld: Das sind Notsituationen, in die jeder Mensch geraten kann. Wer kein Dach über dem Kopf hat oder in Gefahr steht, seine Wohnung zu verlieren, findet in der Beratungsstelle in Arnsberg Beratung und eine sichere Anlaufstelle. Das Team der Beratungsstelle unterstützt Ratsuchende unter anderem bei der Sicherung des Lebensunterhaltes, der Suche nach einer Wohnung oder bei der Kontaktaufnahme zu anderen Sozialen Diensten, Beratungsstellen und Behörden. In den Räumen in der Ruhrstraße 74 b in Arnsberg können die Ratsuchenden sich mit Menschen in ähnlicher Situation austauschen, duschen, eine Waschmaschine oder das Internet nutzen. Weitere Informationen gibt es unter: www.diakonie-ruhr-hellweg.de.


Neues Spendenprojekt: Antonia Vogt, Leiterin der Beratungsstelle, packt die nächste Tasche für Menschen ohne Wohnung. Foto: drh/Tobias Schneider

 
 
 
 
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