18.12.2014

In harmonischer Atmosphäre Abschiede thematisiert


Langscheid. Zum traditionellen Gottesdienst mit anschließendem Kaffeetrinken am 2. Adventsonntag trafen sich gut 70 Gemeindeglieder der Kirchengemeinde Sundern in der Markuskirche. Pfarrer Martin Vogt ging in der Predigt auf den absehbaren Weggang von Pfarrer Jochen Prunzel und die Aufgabe der Markuskirche ein. Er tröstete die Gemeindeglieder mit Worten aus dem Predigttext „Erhebet eure Häupter“ (Lukas 21, 28). Er vertraue darauf, dass mit Gottes Hilfe der Umbruch gelingen wird.

Beim gemütlichen Kaffeetrinken informierten die beiden Pfarrer die Gemeindeglieder über das, was auf sie im neuen Jahr zukommt. Jochen Prunzel wird Pfarrer in der Oldenburgischen Kirchen­gemein­de Friesoythe. Frühestens Anfang Februar wird er von der Evangelischen Kirche in Westfalen in die  Evangelische Landeskirche Oldenburg wechseln können.
Der Kirchengemeinde Sundern steht für das Jahr 2015 bei rund 3900 Gemeindegliedern nur noch ein Pfarrstellenanteil von 1,43 zu. Der Rückgang der Gemeindeglieder ist durch die Kirchenaustritte begründet sowie durch die geringe Zahl der Geburten im Verhältnis zu den Sterbefällen.

Die Stelle von Martin Vogt wird von aktuell 75 % auf eine volle Stelle erhöht. Zur Abdeckung der restlichen Stellenanteile wird das Presbyterium Gespräche mit den Nachbargemeinden Gespräche führen. Die Kreissynode hat im November beschlossen, dass Pfarrer und Pfarrerinnen aus Kirchen­gemeinden mit Stellenüberhang diesen durch Einsatz in Nachbargemeinden mit Unterversorgung ausgleichen sollen. Dieses Verfahren hat die Kirchengemeinde Sundern in den letzten Jahren unter umgekehrten Vorzeichen in der Kirchengemeinde Arnsberg praktiziert.

Die Markuskirche soll am 15. Februar im Rahmen eines besonderen Gottesdienstes entwidmet werden.  Danach ist eine Vermarktung von Kirche, Gemeindehaus und Pfarrhaus nebst Grundstück zulässig. Alle Vorgänge müssen vom Landeskirchenamt genehmigt werden. In Zukunft kann überlegt werden, ob ein Fahrdienst für Gemeindeglieder aus Langscheid zum Gottesdienst in der Lukaskirche eingerichtet wird.

Abschließend betonte Martin Vogt, dass auch ihm diese Umstellung nahe geht. Bei seinem Dienst­antritt in Sundern vor 8 Jahren habe er sich nicht vorstellen können, dass die Stelle seines Kollegen gestrichen und die Markuskirche geschlossen würde. Damit hatte wohl auch sonst niemand zu diesem Zeitpunkt gerechnet. Vor diesem Hintergrund zeigte Pfarrer Vogt viel Verständnis dafür, dass die Menschen in Langscheid traurig sind, weil sie ihren Pfarrer, ihre Kirche und die Gemeinde­räume verlieren. Trotz dieser Traurigkeit verlief das Gespräch sehr harmonisch, so dass am Ende des Nachmittags alle auch ein wenig getröstet waren.

Text und Bild: Axel Werkmüller


 
 
 
 
In harmonischer Atmosphäre Abschiede thematisiert
 

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