18.12.2014

Hilfe und Unterstützung im täglichen Leben in Deutschland - Sprachkurs zieht in neue Räume


Medebach. Zweimal wöchentlich findet seit zweieinhalb Jahren ein Deutschkurs, den die evangelische Kirchengemeinde anbietet und finanziert, in den Räumen der Sparkasse Hochsauerland statt.  Nun zieht der Kurs in das evangelische Gemeindezentrum, das auch zentral liegt und nun auch Raummöglichkeiten hat, um.  Die evangelische Gemeinde, die Kursteilnehmer und die Leiterin Kornela Klimczyk sind der Sparkasse sehr dankbar, dass sie den Flüchtlingen einen Platz geboten hat, damit sie praxistaugliches Deutsch erlernen können. Das brachten Kornela Klymczyk und Pfarrer Uwe J. Steinmann bei einem persönlichen Abschiedsbesuch bei Filialleiter Stephan Gerbracht, der auch zukünftig Unterstützung signalisierte, mit Worten und einem Präsent klar zum Ausdruck.   Nun findet der Kurs weiterhin an zwei Abenden in der Woche im Gemeindezentrum statt und bietet den Flüchtlingen die Möglichkeit ihre Verständigungsschwierigkeiten zu überwinden, damit sie beim Einkauf, Arzt oder im Gespräch mit Nachbarn sagen können, was sie wünschen. Flüchtlinge, die auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten, haben keinen gesetzlichen Anspruch auf Förderung eines Integrationskurses, selbst wenn das Asylverfahren mehrere Jahre dauert. Das Gleiche gilt für Menschen, die mit einer Duldung in Deutschland leben und keine feste Aufenthaltserlaubnis haben. So können Monate und Jahre vergehen, bevor diese Menschen Deutsch lernen. Um diesem Phänomen entgegen zu wirken, gibt es Kurse wie in Medebach, denn  für jeden Menschen ist die Sprache der Schlüssel zur Kommunikation und damit auch zur Integration.
„Die Unterrichtseinheiten sind so gestaltet, dass man jederzeit einsteigen kann. Somit ist der Kurs perfekt auf die Kursteilnehmer abgestimmt“, sagt Kornela Klymczyk und erläutert weiter, dass die Unterrichtsmaterialien dieser Kurse so gewählt sind, dass die Absolventen sogar die ersten beiden Einsteiger-Module überspringen können, wenn sie später einen regulären Integrationskurs machen. So unterrichtet sie auch im Gemeindezentrum Einsteiger und Fortgeschrittene parallel in einer familiären und vertrauten Atmosphäre. Pfarrer Steinmann appelliert an seine Gemeindeglieder auch auf diese Menschen zuzugehen, sie kennen zu lernen und sie in das Gemeindeleben zu integrieren und ihnen so ein Stück verlorene Heimat zu ersetzen.                                                                                                                      Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist auf jeden Fall, das Netzwerk „helfender Hände“ weiter auszubauen und den Medebacher Flüchtlingen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
kns

 




Bilder: Kerstin Neumann-Schnurbus

 
 
 
 
Hilfe und Unterstützung im täglichen Leben in Deutschland - Sprachkurs zieht in neue Räume
 

Kirchenkreis Arnsberg - Impressum