19.08.2013

Ökumenischer Pilgertag zeigt Wege zum Leben auf


Ev. Kirchengemeinde Marsberg und Pastoralverbund Sintfeld-Diemeltal gemeinsam unterwegs.

Marsberg-Meerhof. Im „Spirituellen Sommer 2013“, den die Initiative „Wege zum Leben. In Südwestfalen“ veranstaltet, war das Haus Betesda Mitte August  Start- und Zielpunkt eines Ökumenischen Pilgertages. Rita Rasche hatte mit einem großen Vorbereitungsteam alles vorbereitet. Von 11.00-18.00 Uhr drehte sich alles  um das Sakrament der Taufe. Der Pilgertag begann im Haus Betesda mit einer doppelten „Stärkung“: einem gemeinsames Frühstück und einem spirituellen Impuls zu: Wasser und Taufe.  Über 60 Pilger gingen daraufhin  buchstäblich auf ihren gemeinsamen „Weg zum Leben“. Mit dabei waren auch Menschen mit Gehbehinderungen im Rollstuhl. Sie waren, neben den Familien, besonders eingeladen worden, da für sie sonst viele Angebote zu Pilgerwegen und – Zielen nicht erreichbar sind. Das Leitwort von Haus Betesda wurde dadurch spürbar: „Ich habe einen, der mich trägt.“

Der Pilgerweg führte über einen Teilabschnitt des neu entstehenden Römerweges im Ort Meerhof, über Wanderwege des Eggegebirges und in den Walderlebnispfad Meerhof. An fünf Stationen spürten die Pilger der Bedeutung der Taufe für das eigene Leben nach. Abschluss war um 17.00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Pfarrheim neben dem Haus Betesda. Jeder konnte im Gebet um die Erneuerung der Taufzusage bitten, wurde gesegnet  und zündete eine Kerze an der großen Osterkerze. Aus diesen  Kerzen legten die Pilger draußen ein Lichterkreuz, das den ganzen weiteren Abend helles Licht schenkte und deutlich machte, dass Christen in der Taufe Christi Licht für ihr Leben empfangen. Der Tag klang mit einem Sommerfest in gemütlicher, gemeinschaftlicher Atmosphäre aus.

„Unser Pilgertag war ein gutes Beispiel dafür, was es heißen kann, gemeinsam, missionarisch Kirche zu sein“, freute sich Rita Rasche über die gelungene Veranstaltung, die zugleich eine starke Gemeinschaftsleistung war. Pfarrer Norbert Wohlgemuth von der katholischen Kirche, Superintendent Alfred Hammer von der evangelischen Kirche, sowie Verantwortliche des Eggegebirgvereins, die Inhaber des Cafés „Waldhaus“, die Jugendliturgiegruppe, die Mitglieder der „Jungen Kirche Effata“, die Landfrauen, die Behörden für die Straßensicherung in Meschede und die Polizeistelle in Marsberg und unser Team vom Haus Betesda haben alle sehr gut zusammengearbeitet“, resümierte Rita Rasche und kann sich dabei vorstellen, dass in den kommenden Jahren noch öfters ähnliche Veranstaltungen stattfinden, die Wege zu und miteinander möglich machen.  Diese Aktion wurde vom Erzbistum Paderborn über den Fonds "Innovative Projekte" finanziell gefördert.

Unter dem Leitwort „Ich habe einen, der mich trägt“, (vgl. Johannes 5,7), ist seit Sommer 2011 im Pfarrhaus neben der St.-Laurentius-Pfarrkirche in Marsberg-Meerhof ein Ort entstanden, an dem ganz unterschiedliche Menschen geistliche Begleitung finden, Gebets- und Tischgemeinschaft bei verschiedenen Treffen erfahren,  Einsamkeit überwinden oder „einfach nur“ gute Gespräche führen können - kurz: Das „Haus Betesda“.

Text und Bilder: Norbert Wohlgemuth


Kerzen anzünden-Kinder und Erwachsene lieben dieses Ritual.

 
 
 
 
Ökumenischer Pilgertag zeigt Wege zum Leben auf
 

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