19.08.2013

König inkognito und bunte Bürgerhäuser in Springe


Olsberger und Siedlinghäuser besuchten ehemalige Gemeindeglieder.

Ein großes „Hallo“ schallte dem Ehepaar Siegfried und Brigitte Opitz in ihrer neuen Heimat in Springe bei Hannover entgegen. 34 Gemeindeglieder aus  Olsberg und Siedlinghausen hatte sich bei leichtem Nieselregen Anfang August  auf den Weg gemacht. Jahrzehntelang hatte das Ehepaar Opitz in Olsberg u.a. den Seniorenkreis geleitet.  Eine kleine Gruppe von 10 Personen ließ es sich nicht nehmen und  blieb nach der ersten Begrüßung bei den Freunden.

Der interessante und kurzweilige Stadtrundgang begann im Burghof der ehemaligen Wasserburg der Grafen von Hallermunt. Ein welfisches und dänisches Wappen in der Stadtmauerwaren der Anlass für eine Anekdote: Ein späterer Nachfolger der Hallermunter Grafen, aus dem Hause der Welfen, vom Naturell her lebenslustig, beabsichtigte die Prinzessin Christina aus Dänemark zu freien. Mit einem Tross und Gastgeschenken zog er nach Dänemark. Als Händler verkleidet wollte er einen unverstellten Eindruck von der Prinzessin bekommen. Begeistert von seinen Waren, fragte sie nach dem Preis und er antwortete: 'Für eine Nacht mit dir'. Er landete im Kerker. Als der Tross eintraf und seinen Herrn nicht vorfand, klärte sich der peinliche Vorfall. Die Prinzessin hatte aber bereits Gefallen an diesem „Knastbruder“ gefunden. Wenig später fand bereits die Hochzeit statt.

Der Weg führte durch enge Gassen, die einmal die Hauptverbindung zwischen Hannover und Hameln waren, zur Andreaskirche. Diese spätgotische Kirche, die unerwartet niedrig ist, bot einige Überraschungen. Zunächst schmückt ein besonders verziertes Schloss die Eingangstür. Mit einem musikalischen Leckerbissen wartete Professor Schneider, der Organist der Kirche, auf. 
Nicht zu übersehen sind immer wieder die vielen unterschiedlich bunten Wildschweine in der Stadt. Sie symbolisieren, wie sehr die Stadt mit ihrem Saupark verbunden ist, der einst angelegt wurde, damit Kaiser und Könige darin jagen konnten.

Eine Augenweide sind die schön restaurierten historischen Fassaden der Bürgerhäuser rund um und in der Nähe des Marktplatzes. Eine architektonische Besonderheit vieler Häuser ist ein kleiner vorgesetzter Giebel, die sog. Utlucht. Ehemals genutzt als Altenteil, das den gebrechlichen Alten den Blick auf das Geschehen auf dem Markt erlaubte.

 

Am Nachmittag wurden alle Mitfahrenden von dem Ehepaar Opitz bei Kaffee und Kuchen verwöhnt. Pastor Markus Frank, auch Vorstandsmitarbeiter des Diakoniezentrums Jägerallee in Springe, stellte die Anlage vor. 115 Mieter leben heute in den 93 Wohnungen, die optimal auf die Bedürfnisse älterer Bewohner ausgerichtet sind. Von dem sehr guten Leistungsangebot und der harmonischen Atmosphäre konnten sich alle überzeugen lassen.

 

Nach einem großen „Auf Wiedersehen“ und guten Wünschen beiderseits ging die Fahrt mit viel Gesang und  guten Gesprächen wieder der Heimat zu.

                                                                                                                             Jutta Albaum und Reinhard Scholtysik


Die Reisegruppe mit ihren Gastgebern, dem Ehepaar Opitz, in Springe.

 
 
 
 
König inkognito und bunte Bürgerhäuser in Springe
 

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