21.08.2013

Evangelisch steht in Arnsberg für Transparenz


Neue Konzeption mit Bestandsaufnahme und Ausblick bis 2030

Arnsberg. Eineinhalb Jahre harte Arbeit, 18 mehrstündige abendliche Sitzungen, zwei intensive Frage­runden mit den Gemeindegliedern - gebündelt und komprimiert in einer 20-seitigen Broschüre, die Pfarrer Johannes Böhnke zu Recht als „Röntgenbild unserer Gemeinde“ bezeichnet. Bei dieser Gemeinde handelt es sich um die Evangelische Kirchengemeinde Arnsberg, bei besagter Broschüre um deren neue Gemeindekonzeption, die während eines Gottesdienstes Ende Juni erstmals präsentiert wurde.
„In unserer über 200-jährigen Geschichte ist es das erste Mal, dass eine solch umfangreiche Bestandsaufnahme gemacht wurde“, stellt Wolfgang Ploog zufrieden fest. Zufrieden ist der Presbyter vor ­allem, weil die vorliegenden Erkenntnisse eine „konkrete und gut begründete kurz- und mittelfristige Planung der künftigen Gemeindearbeit“ ermöglichen. Eingearbeitet sind Veränderungen bis zum Jahr 2020 sowie ein Ausblick bis 2030 - in allen Bereichen des Gemeindelebens.
„Noch sind nicht alle Punkte eingelöst“, formuliert Pfarrer Böhnke den Anspruch an sich, seine Amtskollegen Claudia Schäfer und Wolfram Sievert sowie das Presbyterium, die formulierten Leitgedanken ständig zu hinterfragen. Diese umfassen das gesamte Spektrum - von Gottesdiensten über ehrenamtliches Engagement und Ökumene bis hin zum Gebäudemanagement. Zu finden sind diese Leitgedanken im zweiten von acht Kapiteln der handlichen Broschüre im DIN-A-4-Format. „Keine Schwarte, sondern ein interessant gestaltetes Heft, das gern in die Hand genommen wird“, erklärt Wolfgang Ploog. Das finden auch die Gemeindeglieder, deren erste Reaktion nach dem Gottesdienst am Montagabend durchweg positiv ausgefallen ist. Vertieft werden soll dieser Eindruck während eines Gemeindetages, der für den 6. Oktober geplant ist. Dann soll die Konzeption noch viel ­intensiver vorgestellt werden..
Und warum ist gerade jetzt der richtige Zeitpunkt, ein solch aufwendiges Projekt zu stemmen? „Weil wir uns im Wandel befinden“, so das Duo Ploog/Böhnke. Die derzeit noch 5500 Gemeindeglieder „schrumpfen“ bis 2020 auf nur noch etwa 4800. „Wir werden älter und weniger“, blickt Presbyteriumsmitglied Ploog in die Zukunft. Das bedeutet u.a. weniger Einnahmen aus der Kirchensteuer; geringere Investitionen. Vieles muss im Laufe der nächsten Jahre auf den Prüfstand gestellt werden - inhaltlich wie organisatorisch. Auch Gebäude bleiben dabei nicht außen vor - vor allem die aktuell drei vorhandenen Kirchen. „Wir leiten transparent“, hat sich die „Führungsmannschaft“ auf die Fahnen geschrieben - und gleich im Konzept verankert. „An diesem Satz wollen wir uns messen lassen“, weiß Johannes Böhnke, dass „ständig neue Hausaufgaben zu machen sein werden.“ Doch mit dem „Röntgenbild“ ist ein - transparenter - Grundstein gelegt. Erhältlich ist das Heft (1. Auflage 1000 Exemplare) im Gemeindebüro, und es steht unter www.evgemeinde-arnsberg.de zum Download bereit.

Text und Bild: Torsten Koch (Westfalenpost Arnsberg)


 
 
 
 
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