06.10.2015

Zahlreiche Schnittmengen zwischen Evangelischer Kirchengemeinde und Stadt Meschede


MESCHEDE. Im Rahmen der Visitation der Ev. Kirchengemeinde trafen sich Superintendent Alfred Hammer, Bürgermeister Ulrich Hess und Kämmerer Jürgen Bartholme mit den Gemeindepfarrern  Karin Neumann-Arnoldi,  Hans-Jürgen Bäumer und  Dietmar Schorstein. Mit dabei waren Diakoniepfarrer Peter Sinn, Annegret Rasch und Carina Hesse von der Flüchtlingsberatung Diakonie-Hellweg e.V. und Heike Holz aus Arnsberg.
Kirche und Kommune machen der demographischer Wandel und die Abwanderung zu schaffen. Beide müssen ihre Haushalte trotz sinkender Finanzkraft aufstellen. Die Stadt hofft, 2022 schuldenfrei aus der Haushaltssicherung herauszukommen, die Kirchengemeinde, „die“, so erläutert Hammer, „keine Schulden machen darf“, über Strukturveränderungen im Personal- und vor allem im Gebäudebereich. „Das haben wir schon hinter uns“, berichtet Hess und bezieht sich dabei auf die Aufgabe städtischer Gebäude, „womit man sich nicht nur Freunde macht.“ An einem Strang zogen Stadt und Kirchengemeinde, als die ökumenisch ausgerichtete Regenbogenschule gegründet wurde. Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer erteilt regelmäßig Kontaktstunden für alle evangelischen Schüler und Schülerinnen, die ökumenische Kinderbibelwoche findet in den Räumen der Schule statt.

Ein großes gemeinsames Arbeitsfeld ist die Flüchtlingsarbeit. Seit Jahrzehnten ist die Flüchtlingsberatung im evangelischen Gemeindehaus angesiedelt. Die Kirchengemeinde bringt viel Geld auf für Integrationskurse. „Ein Flüchtling, der in Freienohl in einer Unterkunft lebte, wohnt inzwischen in der Wohnung neben dem Gemeindebüro“, erzählte Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi, die zuständig ist für die Freienohler Protestanten. Bürgermeister Hess, Annegret Rasch und  Peter Sinn sind dankbar für das hohe Maß an Hilfsbereitschaft der Mescheder Bevölkerung. Damit Ehrenamtliche auch in Zukunft bereit sind sich einzusetzen, ist die Koordination ihrer Arbeit notwendig. „Es muss darauf geachtet werden, dass alle sich entsprechend ihrer Fähigkeiten einsetzten und sich nicht überfordern“, so Annegret Rasch. Die Flüchtlingsberatung der Diakonie und Nicole Ackermann vom Sozialamt haben einen Fragebogen entwickelt, der die Möglichkeiten und Fähigkeiten der Ehrenamtlichen erhebt. Auch Flüchtlinge bekommen demnächst einen Fragebogen, um sie möglichst schnell mit potentiellen Arbeitgebern in Kontakt bringen zu können. 

Klar wurde bei diesem Gedankenaustausch, dass regelmäßige Gespräche zwischen Kommune und Kirche  notwendig sind. „Wir brauchen einander“,  zogen Bürgermeister und Superintendent ein übereinstimmendes Fazit. Dies soll auch mit dem neuen Bürgermeister Christoph Weber fortgesetzt werden.


Superintendent und Bürgermeister im Gespräch.

Kirche und Stadt - Gespräche sind wichtig: 1.R.v.l.: Karin Neumann-Arnoldi, Christina Bergmann, Annegret Rasch, Ulrich Hess, Jürgen Bartholme; 2.v.l.: Alfred Hammer, Heike Holz, Carina Hesse, Hans-Jürgen Bäumer, Peter Sinn, Dietmar Schorstein

 
 
 
 
Zahlreiche Schnittmengen zwischen Evangelischer Kirchengemeinde und Stadt Meschede
 

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