22.09.2015

Erster Kunstpreis HSK ein großer Erfolg Marsberger Kunstkreis und Stiftung „Evangelisch in Marsberg“ warben für „Bild und Bibel“


 Bredelar. Der Kunstkreis Papengesellschaft aus Marsberghat  in diesem Jahr zum ersten Mal einen „Kunstpreis HSK“ ausgeschrieben. Die Stiftung „Evangelisch in Marsberg“ stockte das Preisgeld auf 1.000 Euro auf. Das Thema lautete „Bibel und Bild“ angelehnt an die Überschrift, die die Evangelische Kirche dem Jahr 2015 auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 gegeben hat. „Künstlerinnen und Künstler waren eingeladen, biblische Texte in Bildern zu verdichten. Immer mit dem Ziel, in die Auseinandersetzung mit biblischen Inhalten zu treten, diese zu visualisieren und möglicherweise auch, um mit Hilfe dieser Bilder christlichen Glauben zu beschreiben“, schreibt Superintendent Alfred Hammer in seinem Grußwort im Katalog. Bei der Preisverleihung stellte er fest: „Schon die Themenstellung weckt bei mir Assoziationen“. Da sei auf der einen Seite Lucas Cranach, der zahlreiche Bibelszenen gemalt hat, und auf der anderen Seite der Reformator Johannes Calvin, der keine bildlichen Darstellungen zuließ.

Mehr als 60 Werke von 25 Künstlern und drei Künstlergruppen waren aus dem gesamten Kreis eingereicht worden. Mitte August einigte sich die Jury, bestehend aus der Künstlerin Isolde Jaspert, der Pastorin Kathrin Günther, dem Kunsthistoriker Dr. Ulrich Althöfer vom Landeskirchenarchiv Bielefeld, der Malerin Elisabeth Knierim und Peter Engels, dem Vorsitzenden des Kunstkreises Papengesellschaft, einstimmig auf einen Preisträger. Kriterien dafür waren: künstlerische Darstellung, Art der Präsentation und Einhaltung des Themas. Den ersten Preis bekam das Werk „Calvarie“, eine Acrylmalerei auf Edelstahl mit abschließender Oberflächenbehandlung. Erstellt hat es der Metallbildhauer Walter Schneider (53) aus Schmallenberg-Bad Fredeburg.

Der Künstler hat bei seinem Werk vier Felder definiert, aus denen ein Kreuz entsteht. Die nur angedeutete Darstellung des Jesus am Kreuz soll den Übergang von der Körperlichkeit zum Geist darstellen, die Loslösung vom Irdischen. Die rote Farbe suggeriert Blut und damit die Schwere des Themas.
Nach der Preisverleihung ging die Vernissage weiter  in den drei evangelischen Kirchen im Stadtgebiet von Marsberg. Auch dort sind Werke ausgestellt. In der Emmauskirche ein beeindruckendes Werk von Claudia Schluckebier aus Marsberg-Giershagen: Direkt vor dem Altar hängen 50 unterschiedlich große weiße leere Bilderrahmen. So deutet die Künstlerin den Bibelvers: „Du sollst dir kein Bildnis machen und keine Darstellung von irgend etwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“ (Ex 20,4).

Besonders gefreut haben sich die Organisatoren, dass auch Schülergruppen mitgemacht haben: die Konfirmandengruppe von Pastorin Kathrin Günther aus Marsberg-Westheim, Grundschüler aus Eslohe-Reiste und eine Gruppe aus dem Josefsheim Bigge. Alle drei erhielten Sonderpreise.

Ausgestellt sind die Werke noch bis zum 3. Oktober samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr im Kloster Bredelar und in den evangelischen Kirchen in Marsberg, Bredelar und Westheim. Im Katalog zur Ausstellung sind alle Werke aufgeführt.

BM

 

 


Der stellvertretende Marsberger Bürgermeister Bernd Dinkelmann, der Vorsitzende des Kunstkreises Papengesellschaft Peter Engels und der Preisträger Walter Schneider (von links) mit Vertretern und jungen Künstlern der drei Schulen sowie Superintendent Alfred Hammer (ganz rechts

Die Installation von Claudia Schluckebier in der Emmauskirche in Marsberg. Fotos: Bettina Mander

 
 
 
 
Erster Kunstpreis HSK ein großer Erfolg Marsberger Kunstkreis und Stiftung „Evangelisch in Marsberg“ warben für „Bild und Bibel“
 

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