16.09.2015

Der ganze Raum war voller Klang- Jubiläum der Briloner Bläser


Herrlich strahlende Trompetenklänge, unterstützt von den wohlig warm klingenden Posaunen und den schnurrigen Tuben im Klangfundament, dazu das rhythmische Pochen der Pauken und eine gut registrierte Orgel im Dialog. So begann das 122. Kerzenkonzert in der Nikolaikirche. Es war zugleich das 10jährige Jubiläum des Bläserkreises des Petrinums. Entstanden aus einer Projektwoche hat er sich unter der Leitung von Siegmar Paschkewitz zu einem tollen Klangkörper entwickelt. Nicht nur Petriner haben das Ensemble für sich als attraktives „Spielfeld“ entdeckt. Auch Neuzugänge von außerhalb der Schule machen den Bläserkreis zu einem besonderen musikalischen Treffpunkt. Am vergangenen Sonntag präsentierte er in der Nikolaikirche Bläsermusik aus 5 Jahrhunderten. Unterstützt wurde der Bläserkreis dabei vom Posaunenchor Olsberg. Beide Chöre verbindet eine langjährige Zusammenarbeit.

Platziert auf den Stufen zum Altarraum erfüllten die Musiker die Kirche mit Werken von Hans-Leo Hassler, Händel, Bach, Mendelsohn-Bartholdy und Clarke bis hin zu Komponisten der Gegenwart, mal als ein Klangkörper, mal im Wechselspiel von 2 Bläserchören. Wer beim Zuhören die Augen schloss, spürte förmlich die klangliche Umhüllung, denn der ganze Kirchraum war voller Klang.

Ein besonderer Akzent war die Musik nach der Pause. Von der Orgelempore erklangen die Air von Bach, Unsagbarer König, eine Musik aus Mainz um das Jahr 1870 und die berühmte Trumpet Tune von Henry Purcell, allesamt Paradestücke für Solo-Trompeter. Wunderbar begleitet von Susanne Lamotte an der Orgel gaben die Solotrompeter zu zweit bzw. zu dritt ihr musikalisches Können zum Besten mit strahlendem und differenziertenKlang.

Im Rahmen des Konzertes würdigte Oberstudiendirektor Droste als Schulleiter des Petrinums die hervorragende Arbeit von Siegmar Paschkewitz und bedankte sich beim Bläserkreis für das Engagement, das zugleich auch ein musikalisches Aushängeschild des Petrinums darstelle. Seitens der Musiker gab es ebenfalls herzliche Dankesworte an ihren Chorleiter für die Motivation und die langjährige Leitung. Gemeinsam hofft man noch auf viele weitere Jahre gemeinsamen Musizierens.

Gegen Ende des Konzertes  erklangen dann bis dahin nicht gehörte Klänge und Rhythmen, beeinflusst von amerikanische Big-Band-Sound und Spirituals. Die Zuhörer spürten  schnell, mit welcher Spielfreude und Spaß die Chormitglieder  auch diesen Musikstil genossen. Der Funke sprang über und so endete das Konzert mit langem Beifall, stehenden Ovationen und Zugaben.

Text: Rainer Müller


Bilder: Rainer Müller

 
 
 
 
Der ganze Raum war voller Klang- Jubiläum der Briloner Bläser
 

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