05.08.2015

Gott in Schrift, durchs Fernrohr und in mathematischen Formeln gesucht - Interessierte beschäftigen sich mit zeitgenössischer Kunst zur Bibel.


Meschede. Orange und grüne Cocktails mit und ohne Alkohol reichte Frauenreferentin Pfarrerin Gabriela Hirsch den Kunstinteressierten, die Ende Juli an zwei Veranstaltungen zur Ausstellung "Zeitgenössische Kunst zur Bibel“ im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede teilnahmen. In entspannter After-Work Atmosphäre lockten die Pfarrerinnen Gabriela Hirsch und Karin Neumann-Arnoldi und die Pädagogin Susanne Schulze ihre Gäste zur persönlichen Auseinandersetzung mit sieben der über 100 Kunstwerke der Ausstellung. Karin Neumann-Arnoldi leitete sehr persönliche Gespräche über drei Werke, deren Künstler Schrift und Bilder zu biblischen Texten komponierten. Dabei kamen Fragen auf wie: Bietet die Schrift einen Rahmen, innerhalb dessen Bilder mit starken Gefühlen aufgehoben sind? Wie unterstützt Kaligraphie, also schönes ausdrucksvolles Schreiben, individuelles von Gott gewolltes Leben? Gabriela Hirsch arbeitete mit museumspädagogischen Herangehensweisen an zwei weiteren Werken und gab allen Teilnehmern eine Klopapierrolle. „Nutzen Sie sie als Fernrohr und finden Sie Ihren persönlichen Mittelpunkt im Bild“, forderte sie auf und wunderte sich nicht, als alle einen anderen eigenen Mittelpunkt benannten, von dem aus sie das Bild betrachteten. Susanne Schulze widmete sich zwei Werken, die den Fibonacci-Code und den Goldenen Schnitt malerisch ausdrücken. „Was hat Mathematik mit Religion zu tun?“ fragte sie und regte eine philosophische Diskussion an. Die mathematischen Phänomene entdeckten die Teilnehmer in Pflanzen wieder und staunten. Sie diskutierten die Möglichkeit, dass Gott ein Vollblutmathematiker sei. „Die Veranstaltungen waren spannend und haben gezeigt, dass es die sehr individuelle Zugänge zu den Kunstwerken sind, die den Anstoß zum Weiterdenken, den ein Kunstwerkes ja geben möchte, erst ermöglichen“, zieht Susanne Schulze ihr persönliches Fazit.

Die Bilder sind noch bis zum 22. August im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede, Di bis Sa von 14-18 Uhr zu sehen.

Text und Bild: KKB

 

BU:


Karin Neumann-Arnoldi regte an zum Gespräch über den Zusammenhang von Bild und Schrift.

 
 
 
 
Gott in Schrift, durchs Fernrohr und in mathematischen Formeln gesucht - Interessierte beschäftigen sich mit zeitgenössischer Kunst zur Bibel.
 

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