17.07.2015

13 Kinder mit Almewasser getauft beim 3. Briloner Tauffest


Die Zahl der Familien, die ihre Kinder beim Tauffest der Ev. Kirchengemeinde Brilon am Flüsschen Alme unter Gottes Schutz stellen möchten, steigt von Jahr zu Jahr. Mitte Juli waren es 13 Kinder im Alter zwischen einem Vierteljahr und elf Jahren, die  zusammen mit ihren Familien in einer langen Prozession vom „Entenstall“ des Verkehrsvereins Alme bis zum geheimnisvollen Almer Quelltopf zogen. Kinder schöpften mit bunten Plastikbechern Taufwasser in Glaskaraffen. Patentanten und –onkel transportierten diese behutsam zurück zum Gottesdienstort. Mit unterwegs gepflückten Pflanzen schmückten sie  im Laufe des Gottesdienstes die zwei Taufbecken, bevor Familienmitglieder die Karaffen einzeln und in Erinnerung an biblische Wassergeschichten in die Taufbecken schütteten. Zwei gab es diesmal, „denn 13 Kinder hintereinander zu taufen, macht diesen Gottesdienst, der sich an Familien mit Kleinkindern richtet, zu langatmig“, meinen Pastor und Pastorin. So tauften Pfarrer Rainer Müller und Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer diesmal parallel sechs bzw. sieben Kinder. Die Brüder Jon und Luca aus Alme ließen sich mit dem Kopf ins Flüsschen tauchen. Das hatten sie vor zwei Jahren an derselben Stelle beobachtet, als sie mit ihrer Großmutter das Briloner Tauffest mitfeierten. Der Wunsch der Jungen, selbst auch so getauft zu werden, ging in diesem Jahr in Erfüllung.

Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Taufortes. Drei Familien kamen von weit her aus Berlin, Dithmarschen und Billerbeck, weil die Großeltern der Taufkinder in Brilon wohnen und ihre Kinder auf das besondere Tauffest aufmerksam gemacht haben.
In den vorbereitenden Taufgesprächen erzählten Eltern, warum ihnen ein Tauffest gefällt:  Das ist etwas Besonderes, meinen sie, unter freiem Himmel taufen ist cool, die bunten Bilder vom Wasserholen, der altersgemischten Gemeinde und dem Picknick danach fanden viele attraktiv, so ein Gottesdienst lockt auch ein Elternteil, das ohne kirchliche Bindung aufgewachsen ist.
Auch Regentropfen können dem Fest nicht schaden. Als das letzte Kind getauft war, fielen die ersten Tropfen. Trotzdem blieben über 100 Menschen beim anschließenden Picknick, teilten bunte Salate, schmackhafte Kuchen und genossen Würstchen und Getränke, die Küsterin Brigitte Becker mit ihrem Sohn Hendrik anboten. Ihr  Einsatz und die intensive Mitarbeit von Gemeindesekretärin Jutta Fiebich, Presbyterin Monika Grosse-Vollmer und der Familien Battrée und Hoffmann aus Alme trug wesentlich zum Gelingen bei. Ein herzlicher Dank geht auch an die Bläsergruppe unter Leitung von Presbyter Siegmar Paschkewitz. Sie ersetzte klangvoll Kirchenglocken und die Orgel.

KKB

 

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Bilder: Jutta Fiebich

Bild: Familie Bönte

 
 
 
 
13 Kinder  mit Almewasser getauft beim 3. Briloner Tauffest
 

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