16.07.2015

Fremde aufnehmen in Meschede - Notunterkunft für Flüchtlinge hat Betrieb aufgenommen


Christian Schlichter, der Pressesprecher der Malteser, sagt: „Haus Dortmund ist ein Landplatz für den Heiligen Geist“. Damit bezieht er sich auf das neue Leben, das seit Anfang Juli die ehemalige Jugendherberge „Haus Dortmund“ erfüllt. Das geräumige Haus liegt  zwischen Meschede und Warstein im Arnsberger Wald. Anfang  Juli gab die Bezirksregierung Arnsberg es als Notunterkunft für  120 Flüchtlinge frei. Schon Tage  zuvor hatten Freiwillige und Angestellte der Malteser mit der Umgestaltung des Hauses begonnen: 24 Räume und  147 Betten haben sie mit Decken und Kissen und mit Erstausstattungsbeuteln ausgerüstet. „Die Menschen brauchen ein Dach über dem Kopf. Wir helfen ihnen.“ Das ist die Devise der Malteser. Viele der Helfer und Helferinnen  aus Geseke, Siegen und anderen Orten Nordrhein-Westfalens und natürlich auch aus Arnsberg und Meschede betreuen zum ersten Mal Flüchtlinge. Sonst sind sie bei Katastropheneinsätzen aktiv.

Die Aufgabe in Meschede begeistert sie. Schon in den ersten Tagen sagten nicht nur die Frauen und Männer aus Geseke, die die Kleiderkammer einrichteten: „Es ist in große Erfahrung.“

Die Leitung hat Marius Meyer aus Münster übernommen. Der ausgebildete Journalist hat Islamwissenschaften studiert und leitet in haus Dortmund ein großes Team von Männern und Frauen. „Täglich kommen Menschen zu mir und bieten ihre freiwillige Mitarbeit an.“
 Am 3. Juli kamen die ersten beiden Busse mit über 100 Flüchtlingen. Sie kamen aus 12 Ländern, waren zwischen wenigen Monaten und 63 Jahren alt. Auch zwei Schwangere gehörten zur Gruppe. Eine Woche später wurde die Hälfte von ihnen in die Zentrale Erstunterkunft ins niederrheinische Kerken gebracht. In Meschede sollen die Menschen aus dem Balkan, aus dem Iran, aus Syrien und anderen Fluchtländern sich nur so lange aufhalten, bis Plätze in zentralen Erstunterkünften freigeworden sind.
Mit den Vertretern der lokalen Kirchengemeinden haben die  Malteser schon Kontakt aufgenommen. Die Kleiderstube der ev. Kirchengemeinde Brilon  hat T-Shirts, Hosen und Schuhe für junge Männer aus ihren Beständen herausgesucht und nach Meschede gebracht. Kleidung für junge schlanke Männer steht ganz oben auf dem Wunschzettel in Haus Dortmund und kann dort jederzeit abgegeben werden.
Freiwillige Helfer und Helferinnen aus der Bevölkerung   können sich weiterhin bei Marius Meyer melden.
Stellenausschreibungen für Mitarbeiter/innen in der Küche, Haustechnik und-reinigung, in der Betreuung und der gesundheits-und Krankenpflege  findet man hier: www.malteser-arnsberg.de

Text und Bilder: KKB


Malteser aus Geseke und eine Studentin aus Meschede sortieren gespendete Kleidung.

Kleidung und Spielsachen aus Brilon für Flüchtlinge in Haus Dortmund.

 
 
 
 
Fremde aufnehmen in Meschede - Notunterkunft für Flüchtlinge hat Betrieb aufgenommen
 

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