25.06.2015

Schätze in der Bild-und Bibel-Ausstellung entdecken - Predigten über moderne Bilder in Oeventrop, Olsberg und Brilon


An die 120 Gäste aus Kirche und Gesellschaft begrüßte Superintendent Alfred Hammer am 24. Juni zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung „Zeitgenössische Kunst zur Bibel“ im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede. In seinem Vortrag wanderte Prof. Dr. Horst Schwebel aus Marburg leichtfüßig, unterhaltsam und verständlich von der Reformation bis heute. Der Theologie- und Kunstfachmann ordnete die Beziehung zwischen Kunst und Kirche historisch ein. Während der junge Luther wie später die Schweizer Reformatoren Zwingli und Calvin Skulpturen und Malereien in der Kirche mit Götzenbildern gleichsetzte und ablehnte, nutzte der ältere Luther Bilder und Bibelillustrationen von Lucas Cranach  als Öffentlichkeitsarbeit. Bildhafte  Darstellungen waren für ihn sinnvoll, weil sie die Botschaft der Bibel und der Pastoren erklärten und illustrierten.

Die moderne Kunst hat sich nach Aussage des Professors von diesem  Dienstleistungsverhältnis  zur Kirche verabschiedet. Sie versteht sich als frei.  „Jeder Künstler hat heute seinen eigenen Stil und lässt sich nicht mehr in Kategorien einordnen“, stellte Schwebel fest. Es gebe kaum noch Bilder, die bewusst zu religiösen Themen  gemalt werden. Trotzdem hat er in seiner Amtszeit als Direktor des Marburger Instituts für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart immer wieder Ausstellungen zu Themen wie „Auferstehung“ und „ Abendmahl“ angeregt. Die Ausstellung „Zeitgenössische Kunst zur Bibel“, die bis zum 22. August im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede zu besuchen ist, zeige:  Moderne Kunst sei offen für jedes Thema.
Reich an Schätzen sei diese Ausstellung, in der sich über 100 Werke zeitgenössischer deutscher Künstler  –„manchmal sehr versteckt“ –auf biblische Worte und Texte beziehen.  Schwebel forderte das Publikum auf, sich mit den modernen Bildern intensiv zu beschäftigen, um von ihnen angesprochen und berührt zu werden. Alle  hätten existentielle Zugänge, die die Herzen berühren können.
Kritisch ging Schwebel auf den Kunstmarkt ein, der heutzutage nur wenige Künstler und Künstlerinnen berühmt werden lasse und deren  Bilder sehr teuer verkaufe. Viele gute Künstler gingen unter in der breiten Menge. Ihnen werde es schwer gemacht, von ihrer Kunst zu leben.
Das Publikum applaudierte, versorgte sich mit appetitlichen Leckereien und wanderte von Bild zu Bild. Dabei zeigte sich in Gesprächen, wie unterschiedlich die einzelnen Werke auf verschiedene Menschen wirken.

In den acht Wochen Ausstellungszeit können die,  die  täglich im Kirchenzentrum ein-und ausgehen, die Bilder ihn ihr Alltagsleben aufnehmen. Schwebel empfahl, über einzelne Bilder zu meditieren, sich mit ihnen in Andachten und predigten auseinanderzusetzen.

Dies geschieht am:

28. Juni, 10.30 Uhr, Martin Luther-Kirche, Olsberg :  Pfr. Burkhard Krieger zu Bild „Psalm 36“ von Brigitte Kranich

28. Juni, 18.00 Uhr, Dietrich Bonhoeffer Kirche, Arnsberg-Oeventrop: Pfr. i.R. Carl-Ernst Kattwinkel zu „Adam und Eva“ von Ute Friederike Schernau

2. August, 10.00 Uhr, Ev. Stadtkirche Brilon, Pfr. Werner Milstein zu „Die Entstehung des Lichts“ von Tobias Kammerer.

Die Ausstellung ist geöffnet: Di bis Sa  14-18 Uhr.

Mehr zur Ausstellung im Dekadenjahr Bild und Bibel hier


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Gäste aus Kirche und Gesellschaft

Superintendent Alfred Hammer dankt dem Professor mit Ausstellungskatalog und Stiftungswein

Peter Engels und Dorothee Englaender - Kunstverein Marsberg - diskutieren über ein Bild

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