19.06.2015

Künftig ein evangelisches Zentrum in Arnsberg - Presbyterium entscheidet sich für Auferstehungskirche als zentralen Standort


Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Arnsberg hat seit fast vier Jahren unter Hinzuziehung vieler externer Fachleute an einer Gebäudekonzeption der Gemeinde gearbeitet: Vor allem wegen der Finanzsituation wird künftig der Betrieb kirchlichen Lebens nur noch an einer der beiden Kirchen möglich und sinnvoll sein. Folgende Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Ausgaben für die Gebäude der Kirchengemeinde beanspruchen für 2015 bereits 66,5 % der Kirchensteuereinnahmen, im Jahr 2018 wären es bereits 79,12 %,  - Tendenz steigend. Deshalb hat sich das  Presbyterium im März in einem Grundsatzbeschluss für die Auferstehungskirche als zukünftiges Zentrum evangelischen Lebens in Arnsberg ausgesprochen.“Das Gemeindehaus an der Erlöserkirche wird so lange weiter betrieben, bis die dort stattfindenden Aktivitäten nach dem Um- bzw. Ausbau der Auferstehungskirche verlegt werden können.“

Die unveränderte Aufrechterhaltung des Gebäudebestandes hätte nicht zu verantwortende Folgen: Die Ausgaben für inhaltliche Aufgaben, z.B. im Bereich der Jugend-  oder Konfirmandenarbeit müssten kurzfristig dramatisch gesenkt werden, um eine finanzielle Überschuldung bzw. ein strukturelles Defizit zu vermeiden. Da das Presbyterium eine solche Entwicklung nicht verantworten kann, hat es den genannten Grundsatzbeschluss gefasst.

Pfarrer Johannes Böhnke, zugleich Vorsitzender des Presbyterium: „Auf einen Nenner gebracht, stellt sich die Frage, ob die Gemeinde ihr Geld lieber für Gebäude oder für die Arbeit mit Menschen und die Weitergabe des Glaubens investiert.“

Für  die Auferstehungskirche spricht auch, dass sie den  Status einer offenen Kirche hat und als älteste Evangelische Kirche im Kurköllnischen Sauerland auch Patronatskirche ist, ebenso die Verkehrsanbindung, die erfreuliche Parkplatzsituation und die optimale Einbindung der Kirche in das städtebauliche Ensemble. Eine Entscheidung für den Standort Erlöserkirche würde bedeuten, dass die Gemeinde den weiteren Betrieb der Auferstehungskirche in etwa acht Jahren nicht mehr finanzieren könnte. „Das wäre kaum vermittelbar“, betont das Presbyterium.
Wolfgang Ploog


 
 
 
 
Künftig ein evangelisches Zentrum in Arnsberg - Presbyterium entscheidet sich für Auferstehungskirche als zentralen Standort
 

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