14.05.2015

Briloner Fest der Völker in der Pfingstnacht


Heimat in der Fremde suchen viele Flüchtlinge in Deutschland und auch in Brilon. Heimat in der Fremde finden sie, wenn Menschen ihnen freundlich entgegenkommen und sie bei ihren ersten Schritten in der Fremde begleiten: der  Bürgermeister, die Vertreter der Ämter, Bürger und Bürgerinnen als Integrationspaten und –patinnen. Der kann ein neues Zuhause fern der  Heimat werden. Das haben die Vertriebenen und Flüchtlinge erlebt, die in den vierziger und fünfziger Jahren aus dem Osten Deutschlands nach Brilon kamen. In Gudenhagen-Petersborn haben sie sich zum Beispiel mit Hilfe der Stadt angesiedelt. Glatzer Weg, Schlesier Platz, Sudetenstraße, Königsberger Straße – die Adressen erinnern an die alte Heimat.  „Es ist möglich, ein neues Zuhause zu finden“, findet Pfarrer Rainer Müller, der mit viel Elan und einem kreativen Team die zweite Nacht der Offenen Kirche in der Ev. Stadtkirche in Brilon vorbereitet. Pfingstsonntag ist der ideale Termin für ein solches Fest. Denn Pfingsten feiert die Kirche, dass Menschen aus vielen Nationen sich verstehen und Gemeinden gründen. Deshalb lädt die Ev. Kirchengemeinde Brilon am Pfingstsonntag, 24. Mai ab 18.45 Uhr  zu einem vielsprachigen und klangvollen Abend in die Stadtkirche ein.
„Home – away from home, ein Fest der Völker“ steht über dem Abend. In Phasen wird das Thema entfaltet:  „Abschied – Sehnsucht – neu anfangen und heimisch werden – Heimat im Himmel“ so lauten die einzelnen Stationen, die musikalisch und literarisch von Briloner, nationalen und internationalen Gästen entfaltet werden. Zugesagt haben bereits Efrat Alony, israelische Jazzsängerin aus Berlin, zusammen mit Childo Thomas aus Mosambique, die polnische Sopranistin Anna Pehlken, die im Januar einen großen Eindruck bei der Lesung mit Barbara Auer und Werner Milstein zum Todestag von Matthias Claudius hinterließ, sowie das Immanuel-Quartett aus Leverkusen, der hiesige Bläserkreis unter der Leitung von Siegmar Paschkewitz und Susanne Lamotte mit dem Gitarristen Heinrich Bohnenkämper. Rainer Müller: „Um 18.45 Uhr sollen afrikanische Trommelklänge die Menschen in unsere Kirche locken. In den Pausen zwischen den einzelnen Phasen kann man jederzeit dazu zukommen, kann an der Kirche mit anderen ins Gespräch kommen oder eine andere abendliche Gestaltung wählen.“


Bänke werden umgestellt-der Kirchraum öffnete sich schon 2014 für unterschiedliche Präsentationsformen in der Nacht der Offenen Kirchen

 
 
 
 
Briloner Fest der Völker in der Pfingstnacht
 

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