13.02.2015

Flüchtlingen helfen, Projektgruppe gründen, Statistiken und mehr


  • Der KSV befasste sich im Februar mit der Situation der Flüchtlinge im Hochsauerlandkreis. Im Bereich der Westf. Landeskirche gibt es derzeit 19 Kirchenasyle. Eines davon im Bereich unseres Kirchenkreises, in der Ev. Kirchengemeinde Marsberg. Seit Dezember 2014 gewährt die Kirchengemeinde einem Flüchtling im Gemeindehaus Bredelar Kirchenasyl. Dies ist allen staatlichen Behörden mitgeteilt und bekannt.

Gleichzeitig gab es in den letzten Tagen Abschiebung von Flüchtlingen, die bei nächtlichen Einsätzen aus zwei Asylunterkünften abgeholt wurden. Die Art und Weise wie das geschah widerspricht Absprachen die unter anderem im Jahre 2005 mit dem Hochsauerlandkreis getroffen worden sind. Demnach soll es nächtliche Abschiebungen nicht mehr geben.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat eine neue Einschätzung des Kirchenasyls bekannt gemacht. Demnach gelten Menschen im Kirchenasyl als „Flüchtig“.

Dazu fasst der KSV zwei einstimmige Beschlüsse:

1. Der Kreissynodalvorstand nimmt das durch die Ev. Kirchengemeinde Marsberg gewährte Kirchenasyl zur Kenntnis und bestärkt die Kirchengemeinde in ihrem Tun. Zugleich betont der KSV, dass Kirchenasyl ein legitimes Mittel ist, das zwar keinen rechtsfreien Raum schafft, aber im Sinne der internationalen Menschenrechte und des Grundgesetztes eine letzte Möglichkeit eröffnet.

2. Der KSV nimmt zur Kenntnis, dass es wieder nächtliche Abschiebung von Flüchtlingen aus Asylunterkünften im Kirchenkreis gibt. Er ist über dieses Vorgehen empört und fordert die Kreisbehörde (Ausländeramt) auf, sich an die Absprachen aus dem Jahr 2005 zu halten und von derartigen Aktionen abzusehen.

Diese Beschlüsse schickte Superintendent Alfred Hammer am 12. Februar an den Landrat des Hochsauerlandkreises Dr. Karl Schneider.

  • Am 11. Februar trat die Projektgruppe „Zukunft des Kirchenkreises zur konstituierenden Sitzung im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede zusammen.(Bild)

Ihre Mitglieder sind:
KSV: Pfarrer Reinhard Weiß, Iris Ackermann, Carl-Heinz Hilker
AgsD: Eike Ströbel, Gerd Weimar, Christina Bergmann

Kirchengemeinden:
Region West: Pfarrer Martin Vogt, Eva Berneis
Region Mitte: Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer, Bianca Hoppe
Region Ost: Pfarrer Rainer Müller, Rüdiger Strenger

Superintendent Alfred Hammer leitet die Gruppe. Mit der Geschäftsführung betraute der KSV Pfarrer Dr. Christian Klein.
Auf der Sommersynode am 13. Juni gibt die Projektgruppe einem ersten Zwischenbericht. Bis dahin Treffen sich die Mitglieder einmal im Monat. Zum Jahreswechsel 2015/2016 soll die Arbeit beendet werden. Abschlussbericht und eventuelle Beschlussfassung sind geplant für die Sommersynode 2016. Die Einsetzung der Projektgruppe wurde auf der Herbstsynode 2014 beschlossen.

  • Zur Kenntnis genommen wurde die Zahl der Gemeindeglieder im Kirchenkreis Arnsberg  am 31.12. 2014: 42 699. Am 31. Dezember 2013 gab es noch 43.268.

Die Zahl der Gemeindeglieder ist im Vergleich zu 2013 um 569 gesunken. Hauptursache dafür ist das negative Verhältnis von Taufen und Eintritten zu Beerdigungen und Austritten:  836 Beerdigungen und Austritte zu 354 Taufen und Eintritten.

 

2014

2013

Austritte

333

217

Bestattungen

503

530

Taufen

322

330

Eintritte

32

53

          Die Zahlen der einzelnen Kirchengemeinden zeigt die Übersicht hier.

  • Der KSV bestätigte den Beschluss des Presbyteriums der Kirchengemeinde Sundern. Demnach feiert die Gemeinde den letzten regulären Gottesdienst  in der Markuskirche in Langscheid am Sonntag, 15.2.2015. hier
  • Er bestätigte den Antrag der Kirchengemeinde Sundern auf Entwidmung der Markuskirche und die Einziehung des Pfarrhauses in Langscheid und leitete diese zur Genehmigung an das Landeskirchenamt weiter.
  • Durch den Weggang von Pfarrer Joachim Prunzel musste sich das Presbyterium Gedanken zur zukünftigen pfarrdienstlichen Tätigkeit machen. Eine erste Entscheidung ist der Antrag an das Landeskirchenamt die 1. Pfarrstelle von Pfarrer Martin Vogt von derzeit 75% Anteil auf 100% zu erhöhen. Der KSV hat den Antrag bestätigt und weitergeleitet. Wie der restliche Stellenanteil von 50% lt. gültiger Pfarrstellenkonzeption gefüllt wird, steht derzeit noch nicht fest.
  • Am Sonntag 1.3. wird in der Kirchengemeinde Meschede ein Zentralgottesdienst in der Johanneskirche gefeiert. In  diesem Gottesdienst wird Lore Gossmann verabschiedet. 41 Jahre war sie als Küsterin an der Johanneskirche tätig, sie vertrat  die Küsterschaft des Kirchenkreises in der Kreissynode. Der KSV dankt Lore Gosmann für ihre Arbeit und wünscht ihr Gottes Segen für die Zukunft. hier
  • Der KSV hat nach der Visitation der Kirchengemeinde Wickede, die im September 2014 stattfand, mit dem Presbyterium Zielvereinbarungen formuliert. Im November wird deren Umsetzung ausgewertet.
  • Mit der Kirchengemeinde Wickede wurde ein Kooperationsvertrag geschlossen bezüglich des Dienstauftrags von Pfarrer Dr. Christian Klein. 25% seiner Stelle arbeitet er ab sofort  im Auftrag des Kirchenkreises:Er ist verantwortlich für die religionspädagogische Langzeitfortbildung der Erzieherinnen in den Kindertagesstätten des Kirchenkreises.Er bietet Fortbildungen zum zielorientierten  Kurzgespräch für Erzieherinnen und andere Berufsgruppen an. Er übernimmt die Geschäftsführung der Projektgruppe „Zukunft des Kirchenkreises“.
  • Die Visitation der Ev. Kirchengemeinde Meschede hat der KSV festgelegt auf die Zeit vom 27.9.-4.10.2015.

 
 
 
 
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