13.02.2015

Rüthener Apostelkirche verkauft - Abschlussgottesdienst mit Entwidmung am 28. Februar


 Rüthen. Nachdem das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde im Jahr 2012 die Konzentration des evangelischen Lebens in Rüthen auf den Standort des Gemeindehauses am Schlangenpfad beschlossen und in die Gemeindekonzeption aufgenommen hatte, stand der Gebäudekomplex Im Alten Wall 13 (Apostelkirche und ehemaliges Pfarrhaus) schon zum Verkauf. Nun kann Pfarrerin Jutta Schorstein als Vorsitzende des Presbyteriums Vollzug melden: In der vergangenen Woche ist durch die von der Gemeinde damit beauftragte Mitarbeiterin des Kreiskirchenamtes Soest/Arnsberg, Frau Ivonne Lorenz, der Kaufvertrag mit einer Privatperson unterschrieben worden.

Am Samstag, den 28. Februar, wird die kirchenaufsichtlich bereits genehmigte Entwidmung der Apostelkirche im Gottesdienst durchgeführt. Im Anschluss an den Gottesdienst werden die Altarbibel und die gottesdienstlichen Geräte (wie Taufschale und Abendmahlsgeschirr) in einer feierlichen Prozession an ihren neuen Bestimmungsort gebracht. Untersuchungen zum Zustand von Orgel und Glocke bezüglich ihrer weiteren Verwendung haben bereits stattgefunden.

Für die Aufgabe des Standorts Im Alten Wall und die Beibehaltung des Standorts Schlangenpfad sprachen von Anfang an die wesentlich zentralere Lage und bessere Erreichbarkeit und Frequentierung des Gemeindehauses.

Bei den Plänen für den bevorstehenden Umbau des Gemeindehauses (Kernstück wird die gottesdienstgerechte Erweiterung des Saals) werden die Gemeindeglieder mit einbezogen. Dazu erfolgt in absehbarer Zeit eine gesonderte Einladung zu einer Gemeindeversammlung. Erste Planideen des Architektenbüros Tebel & Partner, Paderborn, liegen als Diskussionsgrundlage bereits vor. Für die Umbaumaßnahmen steht neben Rücklagen und Spenden auch der Verkaufserlös zur Verfügung.

Bis zum Baubeginn feiern die evangelischen Christen ihren Gottesdienst in Rüthen dann im Gemeindehaus. Für die Umbauphase hat sich die katholische Pfarrgemeinde in ökumenischer Verbundenheit bereit erklärt, die Nikolauskirche für die evangelischen Gottesdienstfeiern zur Verfügung zu stellen.

Die Gemeindekonzeption der Evangelischen Kirchengemeinde Warstein sieht vor, das evangelische Leben an den Hauptorten der Gemeinde auf jeweils einen Standort zu begrenzen, um so auch ortsunkundigeren Gemeindegliedern eine klarere Orientierung zu ermöglichen. In Belecke mit dem Standort Hesenberg 1 war das mit Christuskirche, Paul-Gerhardt-Haus und Pfarrhaus schon immer gegeben. In Warstein ist dieses Ziel mit dem Abriss des Wichernhauses und dem Neubau des Philipp-Melanchthon-Hauses zwischen Martin-Luther-Kirche und Pfarrhaus im Jahr 2011 erreicht worden. Nun kann dieser Beschluss in einem der Gemeindegliederzahl angemessenen Rahmen auch für Rüthen umgesetzt werden.


Apostelkirche von innen Bilder: KKB

 
 
 
 
Rüthener Apostelkirche verkauft - Abschlussgottesdienst mit Entwidmung am 28. Februar
 

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