28.01.2015

In Grenzen helfen - Ganztags-Fortbildung für ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Marsberg


Als im September 2014 das Asylbewerberheim in Marsberg aufgrund eines technischen Defekt vollständig abbrannte, wurden an die 40 Flüchtlinge in einer ehemaligen Grundschule im Zentrum der Stadt untergebracht. Mehr als 40 Ehrenamtliche sind seitdem im Einsatz. Sie helfen bei Behördengängen, Arztbesuchen und Ähnlichem. Es haben sich Teams gebildet, die auch die Flüchtlinge in Wohnungen im Stadtgebiet besuchen. Eine ehrenamtlich Mitarbeitende bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt: „Es musste erst ein Brand Menschen in Not bringen, ehe wir aufgewacht sind.“

Zur Koordination hat sich ein "Runder Tisch" gebildet. In dieser Gruppe arbeiten Sprecher der Flüchtlinge, Vertreter der Kirchen und der Stadt mit. Die Mitarbeit der Flüchtlingsberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg stellt eine Säule der Arbeit dar.

Wie weit die ehrenamtliche Unterstützung gehen kann, machte eine Fortbildung im Januar deutlich. Hier ging es um Grundlagen des Asyl-Sozialrechts für die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen. Kirsten Eichler, Mitarbeiterin der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA), referierte und führte in die Fachsprache des Asylrechts sehr anschaulich ein. Fazit: Ehrenamtlich Tätige dürfen unterstützen aber nicht beraten. Das muss den Fachleuten vorbehalten bleiben. 

Die ehrenamtliche Arbeit wurde beim Neujahrsempfang der Stadt Marsberg durch die Verleihung des Bürgerpreises 2015 durch Bürgermeister Klaus Hülsenbeck zum Ausdruck gebracht. Eine besondere Wertschätzung, die auch mit einem Geldbetrag verbunden ist.

Bilder und Text: Alfred Hammer


Kirsten Eichler erreichtein Marsberg mit ihren Informationen zur Asylgesetzgebung viele aufmerksame ehrenamtliche Mitarbeitende. Bilder: Alred Hammer

 
 
 
 
In Grenzen helfen - Ganztags-Fortbildung für ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer in Marsberg
 

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