22.10.2014

Spiritueller Sommer mit Themen und Orten in Südwestfalen verankert


Das Thema „Spiritualität und Tourismus“ ist ein Zukunftsthema für die Region Südwestfalen. Am 20. Oktober stellte Prof. Dr. Susanne Leder von der Fachhochschule Südwestfalen Interessierten die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudie vor, die diese Aussage bestätigen. 

Regionale Akteure aus den Bereichen Tourismus, Kirche, Verbände und Beherbergungswesen kommen zu demselben Ergebnis wie die Besucher der Veranstaltungen des Spirituellen Sommers: Spiritualität ist ein wichtiges Zukunftsthema für den Tourismus und passt sehr gut nach Südwestfalen.

Die wissenschaftliche Begleitstudie zum REGIONALE-Projekt „Wege zum Leben. In Südwestfalen“ hat sowohl die Beliebtheit als auch die zukünftige Bedeutung von Spiritualität als Angebotsbestandteil des Tourismus in der Region bestätigt. So hat die Befragung von Besuchern verschiedenster Veranstaltungen des Spirituellen Sommers 2014 gezeigt, dass diese Veranstaltungsreihe sehr positiv bewertet wird. Die Veranstaltungen vermitteln ihren Gästen durchweg positive Gefühle – am häufigsten wurden hier Ruhe, Freude, Entspannung, Gemeinschaftsgefühl und Glück genannt. Damit bot auch der diesjährige Spirituelle Sommer einen guten Ausgleich zum teilweise hektischen und fordernden Alltag der Menschen. In hohem Maß würden die Besucher die Veranstaltung weiterempfehlen (95 %) und die deutliche Mehrzahl (78 %) spricht sich für die Weiterführung der Veranstaltungsreihe aus. Als beliebteste Themenbereiche für spirituelle Veranstaltungen wurden Meditation/Innehalten/Achtsamkeit, Spirituelle Wanderungen/Bewegung , Musik/Tanz und Gottesdienste/Gebet genannt. Befragt nach den Erwartungen an eine „spirituelle Region“ fielen die meisten Nennungen auf „besondere Landschaft“ (636 Nennungen) und „Angebot spiritueller Veranstaltungen“ (600 Nennungen). Da verwundert es auch nicht, dass 70 % aller Befragten die Region Südwestfalen als geeignet für spirituelle Angebote einstuft – wo es neben der passenden Landschaft mit dem Spirituellen Sommer auch die passenden Angebote gibt.

Die 70 als Experten befragten regionalen Akteure aus verschiedenen Bereichen (Tourismus, Kirche, Verbände und Hotellerie) teilen die Meinung der Besucher: 60 von ihnen sehen das Thema Spiritualität von langfristigem Interesse für die Region. Die Verbindung von Spiritualität und Tourismus könne die Gewinnung neuer Gäste ebenso erzielt werden wie die Image- und Bekanntheitssteigerung der Region.  Aber auch eine Steigerung des Interesses an religiösen oder kirchlichen Themen sei zu erwarten. Davon ist auch Tourismusdirektor Hubertus Schmidt  überzeugt: „Es gibt klare Hinweise darauf, dass sich hier ein gesellschaftliches Bedürfnis zeigt, das die Tourismusregionen in Südwestfalen bestens bedienen können.“

Als knifflig hingegen zeigt sich noch die Frage nach dem Begriffsverständnis von „Spiritualität“. Sowohl bei Experten als auch bei Besuchern wird eine große Bandbreite von Begriffen mit Spiritualität assoziiert. Diese reichen von „innere Einkehr“ bis „Geistlichkeit“. In einem nächsten Untersuchungsschritt sollen die insgesamt über 3.000 Nennungen hierzu zu einigen wenigen Oberbegriffen verdichtet werden, um den diffus anmutenden Begriff für den Tourismus der Region klar zu definieren – das ist vor allem in Hinblick auf eine klare und wirksame Kommunikation der spirituellen Angebote über die Region hinaus wichtig. 

Die wissenschaftliche Begleitstudie zum Projekt „Wege zum Leben. In Südwestfalen“ wird durchgeführt im Lehrgebiet Tourismusmanagement und Marketing der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Meschede. Durchgeführt wurden die Befragungen von Studierenden im Rahmen von praktischen Forschungsarbeiten als Teil der Lehrveranstaltungen „Grundlagen der Marketingpraxis“ und „Strategisches Marketing“ . Angeleitet durch Prof. Dr. Susanne Leder und deren wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa Stieren M.A. haben die angehenden Wirtschaftsabsolventen die Methoden und Vorgehensweisen bei empirischen Untersuchungen zunächst theoretisch im Hörsaal gelernt und schließlich in der Praxis angewandt. Die eingesetzten Fragebögen für die Expertenbefragung und die Gästebefragung wurden im Vorfeld von den Studierenden in Zusammenarbeit mit der Projektleiterin Susanne Falk und dem Geschäftsführer der Kur und Freizeit GmbH Schmallenberger Sauerland Hubertus Schmidt erarbeitet.


An der B 7 zwischen Altenbüren und Brilon. Bild: KKB

 
 
 
 
Spiritueller Sommer mit Themen und Orten in Südwestfalen verankert
 

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