02.10.2014

Gut vernetzt am selben Strang ziehen - Abschluss der Visitation in Wickede


Am letzten Septembersonntag endete offiziell die kreiskirchliche Visitation in Wickede. Zwar folgen noch zwei Termine außerhalb der Visitationswoche, doch konnte Synodalassessor Rainer Müller bereits in seiner Predigt das Fazit ziehen, dass sich in Wickede viele Menschen begeistert in vielen Feldern engagieren und dass die evangelische Kirchengemeinde im Gemeinwesen Wickede einen guten und festen Platz hat.

In den Gesprächen mit Haupt- und Ehrenamtlichen, mit Bürgermeister und Schulleitungen, mit den katholischen Kollegen und vielen Menschen vor Ort wurde deutlich: Man ist gut vernetzt, zieht am selben Strang und zwar in die gleiche Richtung.

"Ich werde hier als Mensch wertgeschätzt", sagt eine Mitarbeiterin. Andere ergänzen: "Ich bin willkommen, fühle mich bereichert und kann mich verlassen." Es herrsche ein guter Geist in der Gemeinde, und man arbeitet miteinander statt gegeneinander. Pfarrer Christian Klein gibt Freiraum und Rückendeckung, so dass es einfach Spaß macht, sich einzubringen.

Es ist viel gewachsen an Gruppen und Kreisen, aber auch an Herausforderungen, wie die vielfältigen Aktivitäten der Gemeindediakonie deutlich machen. Der Wickeder Teller, der seit fünf Jahren das Thema Armut beackert ist ebenso zu nennen, wie die aktuelle Situation der Notunterkunft in Wimbern, der mit Akzeptanz und Aufklärung in ökumenischer Kreativität und Weitsicht  begegnet wird.

"All eure Sorge werft auf Ihn, denn Er sorgt für euch." Dieser Wochenspruch zum 28. September aus dem 1. Petrusbrief lag der Predigt von Pfarrer Rainer Müller zugrunde. Damit sei nicht gemeint: "All eure Sorge werft auf Pfarrer Klein", schmunzelte er. In allem Sorgen, in allen Planungen und Herausforderungen gehe es immer darum, Gott Raum zu geben, aber auch der Sorge um sich selbst im Sinne einer ausgewogener Balance von Geben und Nehmen. Das musikalische Geben im Abschlussgottesdienst übernahmen Gerd, Charlotte und Anton Weimar mit Orgel, Klavier, Cello und Geige.

Strukturelle Sorgen wie den Abriss von Kirchen oder Gemeindehäusern wie in vielen anderen Gemeinden des Sauerlands hat man in Wickede nicht. Das setzt beeindruckende Kapazitäten frei, deren Ergebnisse das Visitationsteam eine Woche lang beobachten konnte. Aus den Einzelberichten wird nun ein Abschlussbericht erstellt, aus dem das Presbyterium mit dem Kreissynodalvorstand verbindliche Zielvereinbarungen beschließen wird. Fest steht: Die Kirchengemeinde ist auf gutem Wege.   

Christina Bergmann


Visitationsteam beim Abschlussgottedsienst: v.l.: KSV-Mitglied Carl-Heinz Hilker, Scriba Pfarrer Reinhard Weiß, Assessor Pfarrer Rainer Müller, und KSV-Mitglied Pfarrerin Irene Bauer-Jungmann, dahinter: Gemeindepfarrer Dr. Christian Klein; Bilder: Bergmann

 
 
 
 
Gut vernetzt am selben Strang ziehen - Abschluss der Visitation in Wickede
 

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