02.07.2014

Eigene Glaubenserfahrungen weitergeben-Prädikant in Arnsberg eingeführt


Am Pfingstsonntag führte Superintendent Alfred Hammer Christoph Becker (40) im Gottesdienst in der Erlöserkirche als Prädikanten ein. In einem Interview verriet Christoph Decker, was ihm dieses Amt bedeutet und warum er sich zum Prädikanten ausbilden ließ:

Was hat ihr Interesse an der Prädikantenaufgabe geweckt?
Decker: Für mich stand die eigene Begeisterung am Glauben im Vordergrund, was Gott mir persönlich bedeutet. Ich hab viele Höhen und Tiefen in meinem Leben durchschritten, aber wirklich verlassen konnte ich mich immer nur auf den Weg, den ich mit Gottes Hilfe ging. Mein Wunsch war es, dies mit anderen zu teilen, ihnen auch etwas davon näher zu bringen, was mich gestärkt hat und immer noch stärkt.

Wo haben Sie Ihre erste  Predigt gehalten?
Decker: Mein Sohn würde jetzt sagen, als ich ihm klar machte, dass Hausaufgaben sinnvoll sind, aber Spaß bei Seite, die erste Predigt hab ich in einem Gottesdienst im Arnsberger „Haus zum guten Hirten“ gehalten.

Was ist Ihnen dabei aufgefallen?
Decker: Wie aufmerksam gerade die Alten und auch Demenzkranken meinen Worten folgen konnten und mir bestätigten, dass ich ihnen etwas mitgegeben habe. Dass sie nun auch verstehen was Gott mit einer Sache meint, und dass sie sich selbst in meinem Worten wiederfinden konnten.

Der wichtigste Satz in ihrer Predigt im Einführungsgottesdienst lautete:
Denn natürlich ist Gottes Wort feststehend, ultimativ und es ist nicht daran zu rütteln, aber es muss übersetzt werden in unsere Zeit; es muss in unsere Sprache hineinpassen, jeden von uns ansprechen und treffen.

Christoph  Decker ist geschieden und Vater eines 11-jährigen Sohnes. Ursprünglich römisch-katholisch wollte er ständiger Diakon werden. Für einen geschiedenen Katholiken ist diese Berufswahl unmöglich. Decker trat nach reiflicher Überlegung und vielen Gesprächen mit den Pfarrern Martin Schäfer und Johannes Böhnke in die evangelische Kirche über.
Ursprünglich arbeitete er im Rettungsdienst. Die Folgen eines Unfalls zwangen ihn, den Beruf aufzugeben. Zwei Jahre war er bei der Ev. Kirchengemeinde Arnsberg als Seelsorger im Altenheim angestellt. Jetzt ist er arbeitslos, gibt aber die Hoffnung nicht auf, dass Gottes Liebe ihm hilft, wieder Fuß zu fassen, so dass er seine Qualifikationen bald wieder sinnvoll im Dienst am Nächsten einsetzen kann.

Die Fragen stellte Kathrin Koppe-Bäumer.

 

 

 

 


Bilder: Martin Schäfer

 
 
 
 
Eigene Glaubenserfahrungen weitergeben-Prädikant in Arnsberg eingeführt
 

Kirchenkreis Arnsberg - Impressum