09.06.2014

Sonne, Musik, Kunst und gute Laune -Vertraute Orte in neuem Licht bei 6. Nacht der offenen Kirchen im Sauerland


In der heißesten Pfingstnacht seit Jahren boten sechs Kirchengemeinden im Ev. Kirchenkreis Arnsberg bunte und fröhliche Programme an. Die zumeist kühlen Kirchen waren in der warmen, zunächst noch heißen Sommernacht wohl temperierte Anlaufstellen für mehr als 700 Gäste. Auch draußen am Grill oder an der Feuerstelle ließ sich der Sommerabend genießen.

Unterbrochen von kurzen Pausen zum Ausruhen, Reden und Essen reihten sich in allen Kirchen die Programmpunkte wie funkelnde Perlen einer Halskette aneinander. „80 % können wir vorbereiten, der Rest ist Improvisation“, berichtete Claudia Schäfer, Pfarrerin in Arnsberg. Sie war sichtlich zufrieden mit den Reaktionen, die das Arnsberger Programm „Kraftquellen“ bei den Besuchern hervorlockte. Ein Seniorenchor war hier aufgetreten. In der Hüstener Kreuzkirche sang der Chor der katholischen Partnergemeinde, die Langscheider Pfarrer musikzierten als Solisten, als Duo oder in Bandformation. Pfarrer Jochen Prunzel sang als geübter Liedermacher zur Gitarre und sein Kollege Martin Vogt wagte mit seiner Frau Silke ein A-Capella-Programm, das mit „Jetzt ist Sommer“ von den Wise Guys begann. In Meschede musizierten sechs Cellos fünfhundert Jahre alte Stücke und „Probier‘s mal mit Gemütlichkeit“. Eingerahmt waren die Musiker mit den Holzinstrumenten von drei Holzskulpturen, die die Eversberger „Villa Künstlerbunt“ zusammen mit farbenprächtigen Bildern in der Christuskirche ausgestellt hatte.
An fast allen Orten: Feuerstellen draußen und farbige Lichtspiele drinnen. „Es macht Spaß, am Sommerabend draußen vor der Kirche zu sitzen.“ "Es war toll wie jedes Jahr.“ „Organisiert wurde der ganze Abend von Ehrenamtlichen.“  „Ich mache immer mit.“ „Ein Drittel der Gesichter kannte ich nicht.“ „Es war das erste Mal und es sind Menschen gekommen.“ So lauteten Stimmen aus Meschede, Sundern-Langscheid, Hüsten, Wickede, Arnsberg und Brilon. Wer die Kirchen nacheinander anfuhr, fand in den hellen Abendstunden oft Gruppen mit lebhaft redenden Menschen vor der Kirchentür. Licht strahlte in der Dunkelheit einladend aus Fenstern und Türen. Bis Mitternacht dauerten mancherorts die Gespräche an gedeckten Tischen neben der farbig angestrahlten Kirche.
In Meschede waren die meisten Besucher da, als Gemeindeglieder ihre Lieblingsstelle aus der Bibel vorlasen. In Hüsten sorgten Turmbesteigungen für einen Blick bis zur katholischen Kirche, deren Gemeindeglieder sich an der Nacht der offenen Kirche wieder mal aktiv beteiligten. Besonders freuten sich die Initiatoren hier darüber, dass auch Menschen aus den Dörfern in der Hüstener Kreuzkirche dabei waren. In der Arnsberger Auferstehungskirche brachten die Brüder David und Leon Jaekel mit Bodo-Wartke-Songs das Publikum zum herzhaften Lachen. Die Wickeder zeigten in einem Schattenspiel Judas, Maria Magdalena und Kaiphas, dunkle Gestalten der Bibel, in einem anderen Licht. Abschließend gab melodische Klaviermusik bei Kerzenschein Ruhe zum Nachdenken.
In der bis auf den letzten Platz besetzten Markus-Kirche in Langscheid war die sechste Nacht der  Offenen Kirchen die letzte, denn der Gemeindebezirk wird demnächst aufgelöst.  „Das ist schade“, kommentierte ein Besucher und wünschte sich:„Bitte weiter so in Sundern.“ Das sechsköpfige Vorbereitungsteam in Brilon feierte die erste Nacht der offenen Kirche in der Stadtkirche um 1 Uhr mit einer Runde Sekt und Selters: „Wir machen beim nächsten Mal wieder mit. Es war faszinierend, die vertraute Kirche in einem anderen Licht zu erleben und zu sehen, wie manche Besucher den ganzen Abend genossen haben“, zieht Presbyterin Marianne Rudolph ein Fazit, dem die Initiatoren der Kirchennächte an den anderen fünf Orten sicher zustimmen können.“ Bilder


 
 
 
 
Sonne, Musik, Kunst und gute Laune -Vertraute Orte in neuem Licht bei 6. Nacht der offenen Kirchen im Sauerland
 

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