26.05.2014

Sparkommissar, Vorsichtige, Genießer oder Leichtfuß? - Die Schuldnerberatung zu Besuch im Briloner Jucaf


Was für ein Geldtyp sie sind, konnten 16 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 18 Jahren Anfang Mai im Jucaf, der TOT in der Ev. Kirchengemeinde Brilon Mitte Mai mithilfe eines Schuldentests herausfinden. Den hatte Stefanie Gernhold von der Schuldnerberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. mitgebracht. Im Rahmen einer Initiative der Sparkasse Hochsauerland besucht sie auf Anfrage hin Konfirmandengruppe, Schulklassen und Jugendgruppen, um ihnen den Umgang mit Geld nahezubringen. Das ist heute für Jugendliche gar nicht so einfach, weil bargeldloses Einkaufen im Internet und Telefonieren mit dem Handy das Bezahlen manchmal vergessen lassen. Unbezahlte Handyverträge bringen Mahnungen mit und Kosten, die die Möglichleiten vieler Jugendlicher übersteigen.

Stefanie Gernhold besprach mit den Jugendlichen, wie sie sich vor den Folgen von Kreditverträgen schützen können. Ein Film über ein Paar, das, verlockt von niedrigen Ratenzahlungen, viele Möbel kauft, sich später trennt und auf einem Berg Schulden sitzenbleibt, führte den Jugendlichen vor Augen, wie es sein kann, wenn man seine eigenen finanziellen Grenzen nicht im Blick hat. Für die Briloner waren das interessante Informationen. Aus ihren Bekanntenkreis kannte der eine oder andere Menschen, die Schulden haben. Sie selbst aber neigen alle eher zum vorsichtigen Umgang mit Geld. Alle 16 erwiesen sich laut Schuldentest als „vorsichtige Geldtypen“. Wenn das so bleibt, hat Stefanie Gernhold ihr Ziel erreicht. Einzeln Fragen besprach sie intensiv, zum Beispiel, ob man einem Freund oder einer Freundin Geld leihen solle. „Wenn man bereit ist, eventuell auf das Geld zu verzechten, ist das kein Problem“, meinte sie, „wenn man aber mit dem verliehenen Geld rechnen muss, kann es für die Freundschaft gefährlich, Geld zu verleihen.“ Die Schuldnerberaterin überließ den Jugendlichen Broschüren, die anschaulich beschreiben, wie man mit einem Girokonto umgeht und mit Umsicht Geld ausgibt. Dass Shoppen Spaß machen kann, weiß Stephanie Gernhold auch. „Ihr braucht keine Sparkommissare zu sein“, fasste sie ihre Botschaft zusammen, „aber ihr müsst wissen, was ihr tut.“
Kirchengemeinden, die den bewussten Umgang mit Geld bei Jugendlichen fördern wollen, können bei der Schulnderberatung der Diakonie Ruhr-Hellweg, Tel.0291-2900-153 eine Veranstaltung mit Stefanie Gernhold buchen.


Stefanie Gernhold (links) im Gespräch mit den Jugendlichen über Geld, Kredite,Handyverträge

 
 
 
 
Sparkommissar, Vorsichtige, Genießer oder Leichtfuß? - Die Schuldnerberatung zu Besuch im Briloner Jucaf
 

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