20.05.2014

Kirche mit Kindern -Gesamttagung für Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland


Zur Gesamttagung für Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vom 29. Mai bis zum 1. Juni werden über 2.500 Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum in Dortmund erwartet. Motto: „DORT wird unser MUND voll Lachens sein“.

Die Tagung richtet sich an die überwiegend ehrenamtlichen Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, aber auch an Erzieherinnen, Gemeindepädagogen, Lehrerinnen und Lehrer. Schirmherr ist Nikolaus Schneider, Vorsitzender des Rates der EKD.

Die Bibelarbeiten am Vormittag sind das Herzstück dieses „kleinen Kirchentages“. Eine davon wird Präses Annette Kurschus gestalten, leitende Theologin der gastgebenden Evangelischen Kirche von Westfalen. Auch Margot Käßmann, Reformationsbotschafterin der EKD, zählt zu den Referentinnen. In den Bibelarbeiten werden die Texte mit kreativen Methoden lebendig – auch unbekanntere Geschichten aus der Heiligen Schrift.

Nachmittags sind an zwei Tagen über hundert Arbeitsgruppen im Angebot. In „Leicht gesagt!“ kann eine gut verständliche Erzählmethode geübt werden, bei „Mittendrin statt nur dabei“ sind Mitmachgeschichten zu erleben. Bei der „Kultur am Freitagabend“ sind neben vielen anderen der Liedermacher Clemens Bittlinger, das Objekttheater „Radieschenfieber“ und der Schauspieler und Theologe Benedikt Anzeneder zu Gast.

Politisches Signal mit Ralph Caspers
Eine Besonderheit im evangelischen Themenjahr „Reformation und Politik“ ist das „Politische Signal“ am Samstag, 31. Mai, um 12 Uhr: Hier werden in einer öffentlichen Kundgebung politische Anliegen aus dem Blickwinkel von Kindern mitten in der Dortmunder Innenstadt sichtbar und hörbar. Ralph Caspers, bekannt von der „Sendung mit der Maus“, wird daran ebenso mitwirken wie Präses Annette Kurschus, Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und weitere Gäste aus Politik und Kirche.

KK Arnsberg dabei
Vier Erwachsene aus Kindergottesdienstkreisen in Medebach und Hüsten reisen zur Tagung ins Ruhrgebiet. Pfarrer Markus Pape, der seit 2013 Mitglied im Vorstand des westfälischen Kindergottesdienstverbandes ist, fährt mit 10 Marsbergern und sieben Brilonern nach Dortmund. Er selbst hilft bei der Organisation in den Westfalenhallen und ist „im Hintergrund“ tätig. Der Arnsberger Pfarrer i.R. Volker Horstmeier, seit Jahren Vorsitzender des Westfälischen Verbandes, schätzt an den Kindergottesdienst-Gesamttagungen der Ev. Kirche in Deutschland, dass sie „Jugendlichen Kirchentagsstimmung vermitteln. Es macht doch so viel Spaß zu merken, dass viele andere sich für Kindergottesdienste engagieren“, weiß er aus Erfahrung zu berichten.

Recht auf Kindergottesdienst
„Kinder haben ein Recht auf einen eigenen Gottesdienst, der ihnen entspricht“, erklärt die westfälische Kindergottesdienstpfarrerin Kerstin Othmer-Haake. Sie sieht Kinder nicht als „Objekte der religiösen Erziehung, sondern als Subjekte mit eigenen Lebens- und Gotteserfahrungen.“ Sie seien nicht nur die Zukunft der Kirche, sondern deren Gegenwart.

Pro Jahr werden im Bereich der EKD an Sonn- und Feiertagen etwa 260.000 Kindergottesdienste gefeiert. Dazu kommen zahlreiche weitere Gottesdienste mit Kindern, zum Beispiel in Kindergärten und Schulen, in Krabbelgruppen oder im Rahmen von Kinderbibelwochen.

Das Tagungsbüro in den Westfalenhallen (Foyer vor Halle 4) hält ab dem 29. Mai Tages- und Eintrittskarten für das Abendprogramm vor. mehr


Kirsti Greier, Theologische Referentin für Kindergottesdienst in der EKD

 
 
 
 
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