19.05.2014

Kinder helfen Kindern -Spielzeug für Flüchtlingskinder in Wimbern


 "Das hört ja gar nicht mehr auf!", staunen die zahlreichen Menschen, die Mitte Mai vor dem ehemaligen Marienkrankenhaus in Wickede-Wimbern immer neue Autos vorfahren sehen. Große Gartensäcke mit Kinderspielzeug quellen aus deren Kofferräumen und finden ihren Weg nach drinnen. Die Aktion "Kinder helfen Kindern" erfährt eine große Resonanz. Ungeachtet der Diskussionen um "Notunterkunft" oder "Zentrale Unterbringungseinrichtung" geht es um die Flüchtlinge selbst, die hier in Wimbern angekommen sind, und besonders um die Kinder, die mit dieser Aktion begrüßt werden. Ihnen gilt nach ungewissen und gefährlichen Zeiten ein herzliches Willkommen. Nicht nur mit Worten und Gesten, sondern auch mit Spielzeug, das Wickeder Kinder für "die Neuen" gesammelt haben.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Herta Yazigi (Diakonie Ruhr-Hellweg in der evangelischen Kirchengemeinde Wickede), Martina Michalzik und Lydia Münstermann (Caritas-Konferenz St. Antonius Wickede und St. Vinzenz Echthausen).

Kai Jatzenko, der Leiter der Einrichtung freut sich mit Erzieherinnen der Kindertageseinrichtungen, Schulleitern, Lehrerinnen, evangelischen und katholischen Pfarrern und vielen anderen über die engagierte Zusammenarbeit vor Ort. Wickede zeigt Gesicht. Ein freundliches Gesicht. Die Stimmung ist gelöst und fröhlich.

Doch Kai Jatzenko warnt: "Bitte fotografieren Sie nicht einfach so drauf los!" Denn er weiß um die Angst der Flüchtlinge, was mit solchen Bildern geschieht und wer sie vielleicht zu sehen bekommt. Hinter jedem Gesicht steckt eine Angstgeschichte. Da ist es gut, wenn ein Ort ein freundliches Gesicht zeigt.

Christina Bergmann


Alle lachen zusammen - die Koalition der Spender und Spenderinnen, Heimleiter Kai Jatzenko und viele Flüchtlingskinder. Bilder: Christina Bergmann

 
 
 
 
Kinder helfen Kindern -Spielzeug für Flüchtlingskinder in Wimbern
 

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