20.03.2014

Lieder mitsingen - Glauben ausdrücken.


Das Arnsberger Worship-Café ist ein Angebot für Menschen, die Gott suchen und lieben: Dritter Sonntagabend im März, die Kirchentür steht offen, im hellen hinteren Kirchraum bieten freundliche Männer und Frauen Herzhaftes und Süßes und Getränke aller Art ein. Vorn am Altar eine ganz andere Stimmung: Schlagzeug, Gitarren, Bass und Keyboard erklingen hier, bunte Strahler leuchten die Kirche aus wie für ein Rock-oder Popkonzert. An den Tischen sitzen wie ein einem Café Menschen zusammen, trinken, reden leise, schweigen und hören aufmerksam zu. Auch in den Bankreihen dahinter sind Gäste, allein oder zu mehreren nebeneinander mit offenen und geschlossenen Augen. Manche stehen, halten die Hände empfangend ausgestreckt. Das alles ist möglich im Worship-Café, das alle zwei Monate sonntags um 18.00 Uhr in der Auferstehungskirche in Arnsberg stattfindet. Zielgruppe der Veranstaltung sind Menschen, denen Kirche nicht mehr vertraut ist, die sich wünschen, dass es keine Unterschiede mehr gibt zwischen evangelisch, katholisch oder freikirchlich, und Christinnen und Christen, die es lieben mit rockig-poppigen Liedern Gott zu loben. Ganz persönlich loben die Lieder der Band Gott: „Du hältst mich, wenn niemand mehr mich halten kann. Dir vertraue ich mich an. Wenn ich das könnte, was du alles kannst...“, staunt die Sängerin auf Englisch oder Deutsch. Die Texte wirft ein Beamer an die Projektionswand. Die Gäste singen und klatschen mit. „Hier ist alles erlaubt, hier ist jeder willkommen, Fehler kann man nicht machen, sagt Astrid Rünker, als sie nach dem ersten Lied zur Einstimmung die Gäste begrüßt. Presbyter Wolfgang Ploog nennt das, was in der Kirche passiert „Konzert“, Wolfram Sievert nennt es „gottesdienstliche Veranstaltung“, für Ute Balkenohl, die zart und kräftig die meisten Soloparts singt, ist es „Worship“: „Das bedeutet Gott loben, meine persönliche Geschichte mit Gott erzählen, so dass andere in mein Lob einstimmen oder neugierig werden auf Gott.“
Der Band macht das Musizieren Spaß, sie sind gut aufeinander eingestimmt, obwohl sie nur ein oder zweimal vorher proben. Aus dem Sauerland sind Ute Balkenohl und Wolfram Sievert, die anderen sind durch Mund-zu-Mund-Propaganda oder eine Anzeige dazu gestoßen. Einige von ihnen spielen mit, weil sie diese Art der Frömmigkeit schätzen, andere, weil sie gerne Musik zusammen machen. Eine Arnsbergerin, die regelmäßig Gottesdienste am Sonntagvormittag besucht, freut sich über dieses zusätzliche Gottesdienst-Angebot: „Hier kann ich meinen Glauben auch körperlich ausdrücken, die Arme heben, mich zur Musik wiegen, einen Arm schwungvoll ausstrecken und rufen: Mein Erlöser lebt.“ Eine andere, die im März zum dritten Mal ins Worship-Café kommt, ist ganz froh, „dass es dieses Angebot hier gibt.“ Sie ist vor zwei Jahren hierhergezogen. In dieser Gottesdienstform fühlt sie sich zu Hause.

Jedes Worship-Café dauert von 18.00-20.00 Uhr. Die meiste Zeit lädt die Band zum Singen und Zuhören an. Vor der Pause hält Pfarrer Wolfram Sievert eine kurze freie Ansprache. Im März darüber, dass für ihn das Kreuz, an dem Jesus starb, eine Tür zum Leben sei. Man kann auch zwischendurch kommen und gehen, wie in einem Café eben. Das fünfe Worship-Café in der Arnsberger Auferstehungskirche am Neumarkt beginnt am Sonntag, 18. Mai um 18.00 Uhr.
Das Worship-Café im Internet: www.younggeneration-arnsberg.de

Text und Bilder: KKB


Buntes Licht in der Auferstehungskirche, v.l. Olav Nuhnen -Keyboard, Wolfram Sievert - Bass, Stefan Krotz - Gesang, Dieter Müller - Akk.-Gitarre, Klaus Meier - E-Gitarre, vorne rechts: Nico Olivier- Schlagzeug

Publikum, Gemeinde, Zuschauer – ins Arnsberger Worship-Café können alle kommen.

Die Band leitet den Gemeindegesang. V. l.: Klaus Meier, Ute Balkenohl, Stefan Krotz und Astrid Rünker

 
 
 
 
Lieder mitsingen - Glauben ausdrücken.
 

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