11.03.2014

Investieren oder sparen? Neheimer Presbyterium informiert Gemeindeglieder über Entscheidungsgrundlagen.


Pfarrerin Elisabeth Pakull begrüßte mehr als sechzig Gemeindeglieder und interessierte Nachbarn am 8. März zur zweiten Informationsveranstaltung über die Zukunft der Ev. Kirchengemeinde  Neheim. Architekt Andreas Acconci stellte das Gutachten zur Renovierung des Gemeindehauses am Fresekenweg vor. Als sachkundige Berater waren Oberkirchenbaurat Hartmut Krome aus Bielefeld, Dirk Pieper, Leiter des kreiskirchlichen Bauamtes, Assessor Rainer Müller und Diakoniepfarrer Peter Sinn anwesend.

Das Gutachten sollte  die Kosten für die Sanierung des Gemeindehauses, das 1938/39 gebaut und in den 70ger Jahren renoviert wurde, ermitteln. Das sanierte Gemeindehaus soll einem alternativ geplanten Neubau qualitativ vergleichbar sein, energieeffizient und nachhaltig hinsichtlich Bewirtschaftung und Lebensdauer. Für ein zukunftsfähiges Gemeindehaus seien, so Acconci, ein barrierefreier Zugang, Behinderten-WC’s, Wärmedämmung und ein Brandschutzkonzept unabdingbar. Insgesamt errechnet er für die Sanierung des Eingangsbereichs, der Gemeinderäume im Erdgeschoss, einer Mietwohnung im Dachgeschoss, für die energetische Ertüchtigung und den Ausbau der Außenanlagen inklusive Planungskosten und Risikoeinschätzung eine Bausumme von brutto 600.000 Euro.

Hartmut Krome aus Bielefeld erläuterte, dass das Landeskirchenamt den Bau eines Gemeindehauses an der Christuskirche empfohlen habe. Erfahrungsgemäß würde dadurch auch der Kirchraum als Gemeinderaum genutzt und der Stellenwert der Kirche gestärkt. Das habe das Neheimer Presbyterium bezweckt, als es 2011 beschloss, die Christuskirche als zentrale Gottesdienststätte der Gemeinde auszubauen.

Circa sieben Gemeindeglieder hinterfragten die Empfehlung aus Bielefeld, den Beschluss des Presbyteriums und die Sachgemäßheit des Gutachtens. Sie wollen das Gemeindehaus am Fresekenweg mit geringem Aufwand renovieren. Sie bezweifeln die Annahmen des Architekten hinsichtlich Brandschutzmaßnahmen und Nutzungsänderung und schätzen manche Maßnahme preiswerter ein. Andere baten die Kritiker, sie nicht durch pauschale Redeweisen zu vereinnahmen. Sie seien gekommen, um sich zu informieren und sich eine eigene Meinung zu bilden. Eine andere wiederum wünschte sich frühere Veröffentlichung von für die Diskussion wichtigen Dokumenten.

Pfarrerin Elisabeth Pakull dankte den Rednern und den Gemeindegliedern für ihr Engagement und lud ein zur dritten Informationsveranstaltung am Samstag, 22. März um 15.00 Uhr. Sie findet ebenfalls in der Pauluskirche statt. Architekt Heiner Farwick wird den Architektenwettbewerb für ein neues Gemeindehaus neben der Christuskirche vorstellen.

Auf den Veranstaltungen möchte das Presbyterium alle Gemeindeglieder über die Grundlagen seiner Entscheidungen informieren. Eine Einladung dazu ist an über 2000 evangelischen Neheimer Haushalte geschickt worden. An der ersten Veranstaltung nahmen über 70 Gemeindeglieder teil.


Etwa 60 Gemeidneglieder informierten sich in Neheim. Bild: Reinbolt

Engagiert fragten Einzelne genau nach.Bild: KKB

 
 
 
 
Investieren oder sparen?  Neheimer Presbyterium informiert Gemeindeglieder über Entscheidungsgrundlagen.
 

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