12.07.2017

Ja zum größten Kreiskirchenamt in Westfalen


Lippstadt/Meschede. Die Kreissynoden Arnsberg und Soest stimmten der Satzung des Kirchenkreisverbandes der insgesamt vier Kirchenkreise als Träger des Kreiskirchenamtes Sauerland-Hellweg zu, das am 1. Januar 2018 an Stelle der Kreiskirchenämter Iserlohn-Lüdenscheid und Soest/Arnsberg errichtet werden soll. Bisher gehörte das Kreiskirchenamt Soest/Arnsberg zum Kirchenkreis Soest, der auch die Mitarbeitenden anstellte. Der neue Verband wird eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts und damit selbst verantwortlich für das Personal sein. Die Mitglieder des Vorstands werden allerdings von den Kreissynoden gewählt und sind ihnen gegenüber zur Berichterstattung verpflichtet.
Mit der Vereinigung entsteht das größte Kreiskirchenamt in Westfalen mit 96 Mitarbeitenden auf 81 Stellen. Es versorgt 85 Kirchengemeinden und an die 100 Kindertagesstätten in einer 4300 qkm großen Region. Vorbereitet hatten den Zusammenschluss Joachim Steuer und Volker Schöbel, Hauptgeschäftsführer bzw. Geschäftsführer des seit 2007 zusammengelegten Amtes Lüdenscheid–Iserlohn, und Bernd Göbert, Verwaltungsleiter des vor 20 Jahren vereinigten Kreiskirchenamtes Soest/Arnsberg. Jetzt setzten sie sich für die Gründung einer noch größeren Einheit ein, um Fachlichkeit, Spezialisierung und Vertretungsmöglichkeiten für die Zukunft zu garantieren. Beide Kreiskirchenämter allein waren zu klein, um den Anforderungen an moderne Verwaltung auf Dauer standzuhalten. Eine große Einrichtung ist auch attraktiv für zukünftiges Personal. „Hier kann man in der Beratung einsteigen und sich zur Leitung hocharbeiten“, so Bernd Göbert.

 

Beratung ist eine tragende Säule des neuen Amtes. Beratungsteams an den drei bisherigen Standorten werden mit den Gemeinden Lösungen in den Bereichen Bau-und Liegenschaften, Friedehöfe, Finanzen und Personal erarbeiten. Am Standort Iserlohn werden die Aufgaben zusammengefasst, die unabhängig von der Ortsnähe sind: Rechnungswesen, Nebenkostenabrechnungen, Personalaktenführung. Diese Verbindung von Zentralität und Ortsnähe macht den Charme des neuen Amtes aus und überzeugt alle. Auch die Mitarbeitenden, die von Anfang an in den Prozess einbezogen wurden. Keine Stelle musste eingespart, niemandem gekündigt werden. An die 90 persönliche Gespräche wurden geführt. Neun Arbeitskräfte aus Soest ziehen nach Iserlohn um. Individuelle Arbeitsbedingungen werden erarbeitet für einen möglichst reibungslosen Wechsel. Strukturveränderungen brächten Reibung und anfangs Mehrarbeit mit sich. Doch das werde sich in der Zukunft auszahlen. Davon ist Berater Daniel Eggerding überzeugt. Vor den Kreissynoden Lüdenscheid-Plettenberg, Iserlohn, Soest und Arnsberg fasste er ein externes Gutachten so zusammen „Es ist der richtige Weg, auf dem Sie sich bewegen. Die Energie, die Sie jetzt für den Umbau aufbringen, ist eine Investition, die sich rechnen wird.“ KKB


Bernd Göbert

Daniel Eggerdings

 
 
 
 
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