12.06.2017

Entscheidung für die Zukunft - Mit Fusion der Kreiskirchenämter Soest/Arnsberg und Iserlohn/Lüdenscheid entsteht größte Verwaltung innerhalb der Landeskirche


KK Arnsberg und  Soest. Wer auch in Zukunft erfolgreich sein will, muss die Zukunft planen. Und zwar früh genug. Vor diesem Hintergrund ist der Zusammenschluss der Kreiskirchenämter von Soest/Arnsberg mit Iserlohn-Lüdenscheid mehr als eine logische Konsequenz.

Nachdem die Synoden der Kirchenkreise Lüdenscheid-Plettenberg und Iserlohn für die märkische Region bereits grünes Licht gegeben haben, müssen nun nur noch die Synoden in Soest (6. Juli) und Arnsberg (8. Juli) der Satzung  zustimmen, damit es ab Januar kommenden Jahres ein gemeinsames Kreiskirchenamt für die zurzeit noch vier Kirchenkreise gibt. Der Grundsatzbeschluss war hier bereits im Herbst vergangenen Jahres gefasst worden.

Damit entsteht auf Ebene der Westfälischen Landeskirche das größte Kreiskirchenamt überhaupt. Fast einhundert Mitarbeiter sind an den Standorten Soest, Lüdenscheid  und Iserlohn beschäftigt und für insgesamt 280.000 evangelische Gemeindeglieder zuständig.

 An der Zahl der Mitarbeiter wird sich auch nach dem Zusammenschluss nichts ändern. Denn während Fusionen oft mit einer Reduzierung von Arbeitsplätzen verbunden werden, ist das in diesem Fall nicht so.

Allerdings bringt die Neuorganisation für die Mitarbeiter auch Veränderungen mit sich. Neun Mitarbeiter werden vom Standort  Soest nach Iserlohn  wechseln. Verwaltungsleiter Bernd Göbert: „Wir versuchen, das äußerst sozialverträglich zu regeln und die Belastungen so gering wie möglich zu halten.“

Mit dem Zusammenschluss der Verwaltungen soll vor allem eine effektivere und effizientere Betreuung und Beratung für die insgesamt 85 Kirchengemeinden (34 in Soest und Arnsberg, 51 in Lüdenscheid/Plettenberg und Iserlohn) garantiert werden. In den alten Strukturen sind die jeweiligen Kreiskirchenämter einfach zu klein, um diesem Anspruch dauerhaft gerecht zu werden.

Ziel ist es zudem, sich von dem bisherigen „fachbezogenen Denken“ zu lösen und eine ganzheitliche Beratung anzubieten. Göbert ist überzeugt: „Wir werden in allen Bereichen eine deutlich bessere Beratungsqualität erreichen.“

Ein weiterer Grund für eine gemeinsame Verwaltung ist die  demografische Entwicklung: In den kommenden zehn Jahren werden über 40 Prozent der Mitarbeiter in den Ruhestand wechseln. „Damit“, so Bernd Göbert, „geht uns sehr viel Fachwissen und Erfahrung verloren.“

Will man auch künftig als Arbeitgeber attraktiv bleiben, um fähige Mitarbeiter gewinnen zu können, ist die Neuausrichtung unumgänglich. Göbert: „Das bietet den Mitarbeitern künftig auch mehr Chancen, innerhalb der Verwaltung weiterzukommen. Gleichzeitig erhöht sich dadurch auch die Arbeitsplatzsicherheit.“

Mit dem Zusammenschluss wird sich auch die Rechtsform ändern. Künftig agieren die Kreiskirchenämter als ein Verband. Bei der Landeskirche in Bielefeld begleitet man den Prozess mit sehr viel Wohlwollen. „Für die Landeskirche“, weiß der Soester Verwaltungsleiter Bernd Göbert, „hat dieser Zusammenschluss Modellcharakter.“ Lim


Geschäftsführer Volker Schöbel, Superintendentin Martina Espelöer, Hauptgeschäftsführer Joachim Steuer und Geschäftsführer Bernd Göbert, Kreiskirchenamt Soest/Arnsberg, sehen in der Fusion eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft. Foto: Markus Mickein

 
 
 
 
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