23.05.2017

Wände im Gemeindehaus nicht länger mehr leer und weiß - Ausstellung wird eröffnet


Neheim. Am Samstag, 27. Mai wird im Gemeindehaus Christuskirche eine Ausstellung mit Werken des Künstlers Rudolf Rybicka (1911- 1998) eröffnet. Das Ehepaar Dr. Jürgen und Gertrud Brandt aus Voßwinkel wird von dem Künstler berichten, dessen Nachlass die Nichte Brandt geerbt hat und erstmals der Öffentlichkeit durch diese Ausstellung zugänglich macht. Rolf Krüger führt in das Werk des Künstlers ein. Die Ausstellung wird bis Ende August zu sehen sein, in der Regel sonntags zum Kirchkaffee.
Rybicka wurde hineingeboren in eine deutsche Familie im östlichsten Kronland der österreich-ungarischen Donaumonarchie, der Bukowina mit ihrem Völkergemisch aus Deutschen, Rumänen, Polen, Juden und Ukrainern.
Gertrud Brandt: "Als ich voriges Jahr beim Tag der offenen Tür dieses neuen Gemeindehauses die schönen weißen und I e e r e n Wände sah, musste ich an die Bilder denken und wie gerne ich einige davon hier hängen sehen würde. So fragte ich an, ob lnteresse an einer Leihgabe bestünde. Die ldee entwickelte sich weiter, und jetzt hängen sie hier."

Die Anfänge Rybicka künstlerischen Tätigkeit als Autodidakt nach einem abgebrochenesn naturwissenschaftlichen Studium liegen in Rumänien - die Bukowina gehörte ab 1918 zu Rumänien - der nördliche Teil ab 1940 zur Sowjetunion - zuerst als Buchillustrator. ln den Kriegswirren wurde er umgesiedelt nach Breslau und wurde Soldat. Nach dem Krieg war er einige Jahre in Hamburg ansässig, dann wählte er den Bodenseeraum als neue Heimat. Das Licht und die Farben dieser Gegend ähnelten denen der Bukowina und inspirierten ihn immer wieder aufs Neue.
Er ließ sich als freischaffender Künstlerzuerst in Radolfzell, dann in Kressbronn nieder, wo er über 30 Jahre lebte und arbeitete.
Es entstanden Graphiken und Ölbilder. "Linie und Farbe" nannte er eine seiner Ausstellungen, und die unnachahmliche Dynamik der Linie und die expressive Kraft der Farben sind auch die Ausdrucksmittel, die er zu immer neuen Bild-Melodien komponierte. Natur und Spiritualität, lebendiges Leben und durchgeistigte Landschaft sind seine Anliegen, mittels des Gegenständlichen auf
etwas jenseits davon Gelegenes hinzuweisen, auf ,,eine andere, eigentliche Ordnung".
Noch über 80 jährig malte er und wandte sich dabei immer mehr geistig-religiösen Themen zu. Schwungvolle Umrisslinien von Figuren werden jetzt zunehmend in leuchtende Farbflächen integriert.

Bis auf wenige Ausnahmen können die Bilder auch käuflich erworben werden. Preise auf Anfrage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
 
 
 
Wände im Gemeindehaus nicht länger mehr leer und weiß - Ausstellung wird eröffnet
 

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