02.05.2017

„Er lebt, er ist nicht mehr bei den Toten“


Meschede. Überglücklich versteht der Engel plötzlich seinen Auftrag sich in der Osternacht zum Grab seines Herrn zu begeben und die Botschaft der Auferstehung an Maria und Maria Magdalena weiter zu geben. Den Gottesdienstbesucher sagte er: „Gehen Sie in Ihren Alltag, sagen Sie die Botschaft weiter, dass Gott den Tod besiegt hat. In jedem Menschen, dem Sie sich zuwenden, begegnet Ihnen Jesus.“

Kennengelernt haben die Gottesdienstbesucher den Engel, alias IIris Ackermann, jedoch zunächst tieftraurig: „Ich stehe hier, es ist dunkel, es ist totenstill und mein Herr ist tot, ist t o t und liegt in einem Grab.“

Wie zu jeder Osternacht war die Christuskirche zu Beginn in tiefe Dunkelheit gehüllt. Winzige Lichtquellen erhellen den Raum nur so wenig, dass Heidrun Parplies, Hans Schmitz und Tobias Krutzki ihre Lesungen vortragen können. Dasselbe gilt für die Notenpulte von Pfarrerin Karin Neumann-Arnoldi, Flöte und Klavier, und Pfarrer Hans-Jürgen Bäumer, Gitarre.

Nach und nach wird das Kirchenschiff jedoch heller. Zunächst nur vom Licht der Osterkerze. Erstaunlich, wie hell diese eine Lichtquelle die Kirche schon macht. Die Gottesdienstbesucher entzünden an der Osterkerze kleine Kerzen und vertreiben die Dunkelheit endgültig.

Und es wird lauter und fröhlicher. Die Trompete, gespielt von Tobias Krutzki, lässt „Christ ist erstanden“ von der Empore erschallen. Ulrike Mann an der Orgel spielt ein kräftiges „Halleluja“ spielt und die Glocke, die nach der Stille des Karfreitags wieder klingt, macht deutlich: Der Tod hat seine Macht verloren.

Wie in den frühen christlichen Gemeinden wurden in Meschede zwei Erwachsene getauft und als Gemeindeglieder begrüßt. Nach dem Segen rund um ein Osterfeuer vor der Kirche feierten die Gottesdienstbesuchern ein Ostermahl im Gemeindehaus. IA


Der Engel am Grab

Das Osterlicht breitet sich in der Kirche aus.

 
 
 
 
„Er lebt, er ist nicht mehr bei den Toten“
 

Kirchenkreis Arnsberg - Impressum