31.03.2017

Neue Lebensabschnitte als Herausforderungen - Paar- und Lebensberatung im Hochsauerlandkreis zieht Bilanz


Arnsberg/Meschede  – Die Beratungsstellen für Familien- und Lebensfragen der Diakonie Ruhr- Hellweg in Arnsberg und Meschede verzeichnen in der Paar- und Lebensberatung eine konstant hohe Nachfrage. Die Zahlen für Einzel- und Paarberatungen bleiben auf hohem Niveau, die Wartezeit für ein Erstgespräch beträgt derzeit etwa 4 Wochen. Partnerschaftliche Krisen sind weiterhin ein zentraler Anlass, die Beratungsstelle aufzusuchen. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den das Beratungsteam der Diakonie im Hochsauerland jetzt vorstellte.

Klassische Probleme entstehen, wenn durch die Geburt eines Kindes aus einem Paar plötzlich eine Familie wird – die Zweierbeziehung erweitert sich zur Dreierbeziehung. Auch Kontakte zu Ex-Partnern können eine Paarbeziehung aus dem Gleichgewicht bringen – etwa wenn durch Kinder aus der früheren Beziehung noch eine gemeinsame Verantwortung besteht und alte Konflikte immer wieder aufflammen.  Auch die Aufnahme pflegebedürftiger alter Eltern in den eigenen Haushalt oder die Gestaltung eines neuen Lebensabschnittes z.B. bei  Pensionierung eines Partners werden thematisiert. „Immer wieder sind es Wendepunkte im Leben, neue Situationen, Erweiterungen der Zweierbeziehung, die eine Herausforderung für das Paar darstellen“, so Berater Uwe Madeia. „Ein großer Schritt ist getan, wenn das Paar diese Herausforderung annimmt und als Chance begreift.“

Immer wieder leben sich zudem Paare auseinander, weil sie die Partnerschaft nicht genügend pflegen – etwa durch regelmäßige wöchentliche Auszeiten aus dem Beziehungsalltag (allein oder zu zweit),  durch einen wöchentlichen  10-Minuten „Kehraus“ unangenehmer Ereignisse oder die fehlende Wertschätzung gemeinsamer positiver Erfahrungen. „Hier ist es immer wichtig, der Liebesgeschichte des Paares in der Beratung Raum zu geben“, erläutert Beraterin Kerstin Pasch. „Meist passiert bei der Erinnerung an die erste gemeinsame Zeit schon ganz viel.“

Die Beraterin und Leiterin der Telefon-Seelsorge für den Hochsauerlandkreis Kerstin Pasch geht zum 31. März in den Ruhestand. Ihr Nachfolger Dirk Grajaczek beginnt seine Tätigkeit zum 1. April. 

Der Name der Beratungsstelle hat sich im letzten Jahr geändert:  Mit Blick auf den bisherigen  Namen „Ehe-, Familien und Lebensberatung“  hat das Team sich von dem Begriff „Ehe“ verabschiedet und spricht jetzt von „Paaren“. Denn schon lange richtet sich die Beratung der Diakonie an eine Vielzahl partnerschaftliche Gemeinschaften, z.B. an  Eheleute mit und ohne Trauschein, gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften oder Patchworkfamilien.  drh

Bild: Diakonie Ruhr-Hellweg


Die Leitung der Telefonseelsorge ist von Kerstin Pasch auf Dirk Grajaczek übergegangen.

 
 
 
 
Neue Lebensabschnitte als Herausforderungen - Paar- und Lebensberatung im Hochsauerlandkreis zieht Bilanz
 

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