24.11.2016

Helfer und Profis für das Miteinander - Neuer Vorstand stellt sich Mitgliederversammlung der Diakonie vor


Soest/Kirchenkreise Unna, Hamm, Arnsberg und Soest (drh) – Mit einem gedanklichen Streifzug durch das himmlische Jerusalem begann Superintendent Dieter Tometten in seiner Andacht die jüngste Mitgliederversammlung des Diakonie Ruhr-Hellweg e.V. Auch in der Folge standen Blicke in die Zukunft – ganz konkrete ebenso wie visionäre – ganz oben auf der Tagesordnung. Erstmals stellte sich der neu gewählte Vorstand der Diakonie, Christian Korte, den Mitgliedern des Vereins vor.   

„Die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander, die Krisen der Welt erreichen uns, Gesetze und Rahmenbedingungen verändern sich stetig,“ erläuterte Christian Korte den Vertretern aus den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen Arnsberg, Hamm, Soest und Unna. „Das Soziale ist zur Sozialwirtschaft geworden. Wir als Diakonie Ruhr Hellweg nehmen diese Herausforderung an – mit klarem evangelischen Profil, Gottvertrauen, einer sturmerprobten ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mannschaft und einem soliden fachlichen Handwerkszeug.“

Als wichtige methodische Maßnahmen, um sich für den Weg in die Zukunft zu rüsten, nannte er den Aufbau eines strategischen Controllings, einen gezielten Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement und den Weg von einer reinen Personalverwaltung hin zu einer Personalentwicklung. Schließlich gestalte es sich zunehmend schwieriger, gut qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und dauerhaft an den Träger zu binden.

In diesem Zusammenhang und als weiterer Schritt in die Zukunft wurde der Mitgliederversammlung das neue Selbstverständnis der Diakonie Ruhr-Hellweg vorgestellt, in der sich auch ein allgemeiner Paradigmenwechsel in der sozialen Arbeit manifestiert: Ressourcen- und Potenzialorientierung, Selbstbestimmung, Teilhabe und das Miteinander auf Augenhöhe waren hier wichtige Schlagworte. Zentrale Wurzel und Kraftquelle für Diakonie als Evangelischen Träger der Wohlfahrt ist und bleibt der Kirchliche Auftrag der tätigen Nächstenliebe.

„Es besteht eine tiefe Sehnsucht, Sinn in der Arbeit zu finden, und bei all dem Elend, dem wir als Diakonie begegnen, zu wissen, was uns eigentlich trägt“, so Christian Korte. Die Auseinandersetzung lohne sich: „Hier haben wir etwas zu bieten.“

Die wirtschaftliche Situation der Diakonie Ruhr-Hellweg und ihrer Tochtergesellschaften stelle sich stabil dar, so Wirtschaftsprüfer Jens Gerlach. Das Jahr 2015 endete mit einem moderaten Plus, für 2016 sei ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis zu erwarten. Vorstand und Verwaltungsrat wurden daraufhin einstimmig entlastet.

Einen engeren Schulterschluss von Gemeinden und ihrer Diakonie wünschen sich für die Zukunft sowohl der Verwaltungsrat als auch Vorstand Christian Korte: „Wir werden in größerem Umfang als bisher durch „Ruhr-Hellweg-Land“ reisen, um die diakonische Arbeit vor Ort in Augenschein zu nehmen“, versprach Superintendent Alfred Hammer als Vorsitzender des Verwaltungsrates. Christian Korte sprach von großen gemeinsamen Chancen: „Die Kirche und ihre Diakonie bewegen viel, sie können sich damit sehen und hören lassen. Und wo sich Wort und Tat verbinden, erreichen wir unserem Tun auch Menschen, die sich sonst der Kirche eher fern fühlen.“

 

 


Kirche und Diakonie sollen sich noch enger verbinden: Superintendent

 
 
 
 
Helfer und Profis für das Miteinander - Neuer Vorstand stellt sich Mitgliederversammlung der Diakonie vor
 

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