27.10.2016

Gemeinsame Zukunft vorstellbar - Projektgruppe informiert Evangelische aus Kirchenkreisen Soest und Arnsberg über Beratungsstand


Soest/Arnsberg. Gut vorbereitet gehen rund 100 Delegierte der Ev. Kirchenkreise Soest und Arnsberg auf ihre Herbstsynoden zu. Am Dienstag, 25. Oktober folgten sie der Einladung von Superintendent Dieter Tometten, Soest, und Superintendent Alfred Hammer, Arnsberg, ins Philipp-Melanchthon-Haus in Warstein. Tometten, Hammer und Verwaltungsleiter Bernd Göbert stellten, unterstützt vom Wickeder Pfarrer Christian Klein, den Stand der Beratungen der Projektgruppe „Zukunft der Kirchenkreise Soest und Arnsberg“ vor. Die Kreissynoden am 19. November in Meschede und am 21. November in Soest werden entscheiden, ob dieses Papier in einem Stellungnahmeverfahren an alle Gremien in den Gemeinden und Kirchenkreisen überwiesen und damit die Bildung eines zukünftigen gemeinsamen Kirchenkreises vorstellbar wird.

Hammer begründete, warum jetzt ein gemeinsamer Kirchenkreis entstehen solle: Mit 100.000 Gemeindegliedern könne dieser sichtbar, vielfältig und profiliert auftreten und alle kirchlichem Arbeitsfelder vorhalten. „Wir müssen in guten Zeiten Vorbereitungen treffen für die Zeiten, in denen wir weniger Geld, weniger Gemeindeglieder und weniger hauptamtliches und ehrenamtliches Personal haben.“
Die Mitglieder der Projektgruppe, die sich zu gleichen Teilen aus Arnsbergern und Soestern zusammensetzt, haben es geschafft, zwei unterschiedliche Kirchenkreise zusammenzudenken, dabei das beim einen Erprobte auch für den anderen zu nutzen, Eigenheiten zu berücksichtigen und eine finanzielle Basis zu schaffen. Bezüglich der Pfarrstellenplanung, erläuterte Hammer, dass ausgehend von 2750 Gemeindegliedern pro Pfarrstelle bis zum Jahr 2030 bestehende Pfarrstellen erhalten bleiben können. „Daraus ergibt sich eine hohe Konstanz und Planbarkeit.“

Verwaltungsleiter Bernd Göbert zeigte aufgrund der Planzahlen der beiden Haushalte im Jahr 2016, dass auch auf finanzieller Seite ein Zusammengehen der Kirchenkreise praktikabel sei. „Zu Beginn gab es Unken“, erinnert er sich: „Die große Fläche in Arnsberg, die wertvollen alten Kirchen in Soest – wie soll das denn zusammengehen?“ Aus Sonderfonds sollen die Flächengemeinden eine besondere Zuweisung erhalten und die Wiesenkirche unterhalten werden. Göberts Berechnungen ergeben, dass die Gemeinden zwischen um 0,23 und 22% höhere Zuweisungen als bisher bekommen könnten.

Die Versammelten stellten konstruktiven Fragen. Die Projektgruppe wird sie in das Papier einarbeiten, das beiden Herbstsynoden vorliegen wird. Die Synoden werden darüber abstimmen, ob das Papier jetzt in die Gemeinden, Gremien und Fachbereiche zur Bearbeitung verwiesen oder ob der Prozess abgebrochen werden soll. Stimmen sie einem Stellungnahmeverfahren zu, werden die Reaktionen auf den  Synoden im Sommer 2017 diskutiert. Dort wird dann darüber entscheiden, ob die beiden Kirchenkreise sich vereinigen. Ein mögliches Zieldatum ist das Jahr 2019, bis zu dem beide Superintendenten in den Ruhestand gehen. „Bis dahin wäre es gut, eine neue Leitung gewählt zu haben“, sieht Tometten. „Wenn sich aber im Prozess herausstellt, dass Probleme oder neue Fragestellungen auftauchen, deren Lösung mehr Zeit braucht, nehmen wir uns diese. Es besteht kein Handlungsdruck“, wiederholte er Hammers Worte vom Sitzungsbeginn.

Bild: Limbrock


 
 
 
 
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