Ein Treffen mit Maria Magdalena


Warstein/Hallenberg. Auf der Freilichtbühne Hallenberg wurde in dieser Saison das Musical „Maria Magdalena“ von Birgit Simmler und Paul Graham Brown uraufgeführt. Grund genug für die Evangelische Kirchengemeinde Warstein, eine Fahrt in der Premierensaison anzubieten. Gut 30 Teilnehmer fuhren am 21. August bei Regen in Warstein ab, um in Hallenberg eine Aufführung bei teils sogar blauem Himmel mitzuerleben. (Kein Wunder, wenn Petrus selbst in diesem Musical mitwirkt, wie beim Schlussdank des Ensembles augenzwinkernd verraten wurde.)

Ausgangspunkt der Geschichte ist die Beobachtung in Evangelien, die nicht in die Bibel aufgenommen worden sind, dass Maria Magdalena eine führende Rolle in der urchristlichen Gemeinde spielte. Das Musical knüpft an diesen Gedanken an.  Jesus ist tot, und noch vor der Grablegung ist Maria Magdalena davon überzeugt: Seine Botschaft ist zu wichtig, um mit ihm unterzugehen. Sie versucht, Simon Petrus und die übrigen Jünger davon zu überzeugen, die Predigt Jesu fortzusetzen. Doch die Männer sind skeptisch und brauchen erst die Ostererfahrung des leeren Grabes, bevor sie zur Verkündigung des Auferstandenen bereit sind.

Dann aber erwartet die junge Christengemeinde eine Reihe von Anfeindungen: von der Steinigung des Stephanus über den Versuch des Hohen Rates, Saulus (der später zum Paulus werden wird) als Gegen-Messias aufzubauen, bis hin zur Brandstiftung am Haus der Maria Magdalena, bei der ihr Sohn zu Tode kommt, um sie vom Weg der Liebe auf den Weg des Hasses zurückzuführen. Nur die Liebe zu dem römischen Christenfreund Lucius hält sie immer wieder aufrecht.

Maria muss durch einen langen Leidensweg, bis ihr im Schlusschor die Fähigkeit zugesungen wird, sich immer wieder aus dem Staub in den Himmel erheben zu können.

Begeisterter Applaus am Schluss war der Dank des Publikums für die herausragende und ergreifende Darbietung des Ensembles.

Text: Uwe Müller

 

 

 


Unterwegs nach Hallenberg

Die Bühne für Maria Magdalenas Leben. Bilder: Haverbeck-Müller

 
 
 
 
Ein Treffen mit Maria Magdalena
 

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