19.08.2016

Arnsberger unterstützen Willkommensarbeit - 2015 - Hohes Spendenaufkommen für Flüchtlings-Förderverein


ARNSBERG. Pfarrer Dr. Udo Arnoldi, Vorsitzender des Ökumenischen Fördervereins für Flüchtlinge in der Stadt Arnsberg e.V. ist sehr zufrieden mit der aktuellen Situation. „Unsere Aufgabe ist es, Lobbyarbeit für diese Arbeit zu machen und Spenden einzuwerben. Davon finanzieren wir die Beratung und Unterstützung von Flüchtlingen.“ Im vergangenen Jahr sei die Spendenbereitschaft ausnehmend hoch gewesen: „Über 50.000 Euro sind zusammengekommen.“ Die Ursache dafür sieht Arnoldi in der hohen Zahl der Flüchtlinge, die wie überall in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte 2015 auch nach Arnsberg gekommen sind. „Die Arnsberger wollen die Flüchtlinge willkommen heißen. Dafür steht ihr Einsatz mit Herz, Hand und Geld“, findet Arnoldi.
Seit Januar 2016 sind die beiden Beraterinnen Gabi Röhrig und Shahin Kiumarssi 11 Stunden pro Woche beim Internationalen Arbeitskreis angestellt. De Stadt stellt ihnen zwei Räume in der Unterkunft am Berliner Platz kostenfrei zur Verfügung. Sie arbeiten parallel, immer ist eine am Telefon und Computer, während die andere Gespräche führt. „Wir haben keine Zeit mehr, die Flüchtlingsfamilien zu besuchen wie früher. Dieser informelle Kontakt fehlt uns.“ Die Arbeitszeit reicht kaum aus für alle Beratungsgespräche, die nötig sind. „In diesem Jahr haben wir uns dumm und dusselig gearbeitet“, fasst Röhrig scherzhaft zusammen, 1000 Beratungsgespräche haben sie geleistet. Aus den Spenden werden die Beratungsstunden, Fahrtkosten zu Ärzten und Behörden und unbürokratische Einzelfallhilfen finanziert. Darüber beschließt der Vorstand des Fördervereins.

Die Füchtlingsarbeit ist in ganz Arnsberg gut etabliert. „Die Flüchtlinge und die Behörden haben Vertrauen zu uns“, berichtet Shahin Kiumarssi. Gaby Röhrig sieht einen Grund dafür in der kontinuierlichen Arbeit, die beide seit Jahren leisten. Pfarrer Udo Arnoldi und sein Vertreter, bisher Pfarrer Dietmar Röttger von der Kath. Kirchengemeinde Hüsten, nach seinem Abschied wird sein Nachfolger auf die Stelle berufen, sind froh über die erfolgreiche Arbeit des Internationalen Arbeitskreises und des Fördervereins. Dieser besteht seit 2004. Seine 73 Mitglieder, darunter Einzelpersonen und Institutionen, bringen über 3000 Euro durch Mitgliedsbeiträge auf. Wer Mitglied werden will, kann sich beim Pfarrer melden (Tel. 02932-27272), der Mitgliedsbeitrag beläuft sich auf mindestens 12 Euro/Jahr.

Die Mitglieder es Vorstands sind gern bereit, Berichte über die Flüchtlingsarbeit in Gemeinden und anderen Gruppen zu halten. „Wir brauchen mehr Mitglieder“, sagt Arnoldi, denn die Arbeit bleibt. „Jede Spende ist hochwillkommen.“ 2016 sind bisher etwa 5000 Euro an Spenden eingenommen worden, „deutlich weniger als im Ausnahmejahr 2015“.

Dankbar sehen der Vorstand und die Beraterinnen auf die ertragreiche Zusammenarbeit mit dem Kunstsommer. „Wir sprechen in der Stadt bekannte Künstlerinnen und Künstler an, damit sie ein Benefizkonzert für die Flüchtlingsarbeit veranstalten. Für das Konzert von Angelika Ritt-Appelhans und ihrer Tochter Stephanie am 16. August haben 280 Gäste 2000 Euro gespendet. „Dafür danken wir allen Gebern und Geberinnen herzlich“, so Udo Arnoldi. 

KKB
 


vl.n.r.: Udo Arnoldi, Angelika Ritt-Appelhans und die Flüchtlingsberaterinnen Shahin Kiumarssi und Gaby Röhrig

 
 
 
 
Arnsberger unterstützen Willkommensarbeit - 2015 - Hohes Spendenaufkommen für Flüchtlings-Förderverein
 

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