22.11.2013

Jetzt sind die Posaunenchöre dran - Erster Posaunenchor-Workshop im Sauerlandherbst


„Der Sauerlandherbst hat sich etabliert. Jetzt war es an der Zeit, etwas für die Posaunenchöre anzubieten“, so begrüßte Georg Scheuerlein, der künstlerische Leiter des Bläserfestivals, über 70 Bläserinnen und Bläser, die aus dem Hochsauerlandkreis, aus Westfalen und aus ganz Deutschland nach Olsberg gekommen waren. Musikalischer Leiter des Workshops war Professor Christian Sprenger aus Weimar, der sein Instrument in einem vom Vater geleiteten Posaunenchor erlernte

Der Workshop begann mit einem sehr ausführlichen Einblasen zunächst ohne Instrument, nur mit Lippen und Stimme. Auch das richtige Atmen wurde geübt. Anschließend erarbeitete Sprenger mit den begeisterten Instrumentalisten mehrerer Choralfantasien. Dabei legte er Wert auf die richtigen Töne und die Klangfarbe. Er feilte an den kleinsten Details und gab nicht nur Hinweise, sondern setzte sie auch durch, was das Ergebnis zum Erlebnis machte.

Das Mittagessen, ein leckerer Chili, war etwas knapp geplant. Der musikalischen Leiter wandelte sich zum Organisator und Küchenchef: Ein neuer Topf kam auf den Herd. In 20 Minuten war der Nachschlag fertig, und die Arbeit konnte weitergehen. Durch das konzentrierte und effektive Proben war die verlorene Zeit bald wieder aufgeholt, und am Ende des Tages waren alle Stücke für den Bläsergottesdienst geprobt.

Zu diesem Gottesdienst -ebenfalls eine Premiere im Sauerlandherbst - hatte am Sonntagnachmittag die Evangelische Auferstehungsgemeinde in die Martin-Luther-Kirche in Olsberg eingeladen. 70 Bläserinnen und Bläser fanden in der umgeräumten Kirche Platz.

Obwohl er sein eigenes Konzert am Abend vorbereiten musste, präsentierte Christian Sprenger mit den Bläsern das Erarbeitete. Pfarrer Burkhard Krieger hielt eine Liedpredigt zu „Wachet auf, ruft uns die Stimme“. Applaus am Ende eines Gottesdienstes ist heute nichts Ungewöhnliches mehr. Dass jedoch eine Zugabe verlangt und gewährt wurde, ist wohl einmalig in der Geschichte der Olsberger Kirchengemeinde.

Abschluss des intensiven und erfüllenden Wochenendes war das Konzert „Hymnus“ in der Matins-Kirche in Bigge mit dem Ensemble „Genesis Brass“ und dem 85-köpfigen Projekt-Posaunenchor Siegerland.

Text und Bilder Beate Ullrich


75 Bläser und Bläserinnen spielten in der umgebauten Kirche zum Gottesdienst auf.

 
 
 
 
Jetzt sind die Posaunenchöre dran - Erster Posaunenchor-Workshop im Sauerlandherbst
 

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