16.03.2016

Gemeinde leiten - ein geistliches Amt. Presbyter und Presbyterinnen bilden sich fort.


Am12. März folgten über 30 alte und neue Presbyter und Presbyterinnen der Einladung des Superintendenten Alfred Hammer zum Presbyterstudientag in Meschede. Zusammen mit den Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft gemeindlicher und synodaler Dienste hatte er eine informative Veranstaltung vorbereitet. Für ihn hat die gastliche Dimension des Leitungsamtes eine große Bedeutung: "Das Neue Testament beauftragt Sie, Rechenschaft über Ihre Hoffnung und Ihren Glauben abzugeben und beim Aufbau der Gemeinde das, was sie von Gott empfangen haben, einzubringen." Natürlich gehöre auch Organisatorisches zum Aufgabenbereich, denn "Ordnung muss sein - auch in der Kirche" zitierte Hammer die Aussage eines seiner Amtsvorgänger. Diakoniepfarrer Peter Sinn führte unterhaltsam und kurzweilig in die Diskussion über die Strukturen der Evangelischen Kirche von Westfalen ein. Diese Landeskirche baut sich von den Presbyterien über die Kirchenkreise bis zur Landeskirche aufbaut. Vorsitzende der Kirchenleitung, der Landeskirche und der Landessynode, die  sich Abgeordneten der Kreissynoden zusammensetzt, hat im Moment Präses Annette Kurschus. In ihrem Auftrag beauftragt das Landeskirchenamt die von den Presbyterien gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer zum Dienst vor Ort. Die Presbyterinnen und Presbyter konnten mit Kartons die Strukturen nachbauen und dabei über ihre unterschiedlichen Auffassungen diskutieren. Dazu brauchten sie viel Raum, setzten Gott; Vater, Sohn und Heiligen Geist, mal ganz nach oben, mal unten zur Gemeinde. "Eigentlich gehört Gott auf alle Ebenen" stellte eine fest. Spaß hat der Prozess allen gemacht und laut Peter Sinn "abgebildet, was seit Gründung der Ev. Kirche von Westfalen nach 1945 immer wieder passiert: Die Ordnungen werden immer wieder reformiert, allerdings nicht vom Oben, sondern immer erst nachdem alle Presbyterien und Kreissynoden ihre Meinung zu Änderungsvorschlägen abgegeben haben." In Kleingruppen stellten die Mitarbeiterinnen für Kindergartenarbeit, Erwachsenenbildung. Ökumene, Öffentlichkeitsarbeit, Religionsunterricht und Diakonie - alle sind Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft gemeindlicher und synodaler Dienste, ihre Arbeitsfelder den Ehrenamtlichen vor und erlebten humorvoll eine Presbyteriumssitzung als Rollenspiel. "So etwas sollte man jedes Jahr wiederholen", schlugen einige  der Teilnehmenden am Ende der Veranstaltung vor.

KKB


Alfred Hammer: "Presbyter übernehmen ein geistliches Amt."

Flache Hierarchien in der evangelischen Kirche? Bilder: KKB

 
 
 
 
Gemeinde leiten - ein geistliches Amt. Presbyter und Presbyterinnen bilden sich fort.
 

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