21.02.2017

Umzug gelungen - Zweiter Erfolg des Luther-Projekts in modernem Kirchgebäude


Meschede. In der Wiesenkirche zu Soest war das Luther - Projekt im historisch korrekten Ambiente aufgeführt worden. Kaiser Karl V. auf seinem Thron unter gotischen Bögen, das Erfurter Kloster im würdigen Altarraum der mittelalterlichen Kirche. Das Gebäude trug dazu bei, Luther als Kind seiner Zeit zu verstehen, die mittelalterlichen Kirchenlieder und Musikstücke gehörten hierhin. Wie soll ein Umzug in das moderne Gemeinsame Kirchenzentrum in Meschede gelingen? fragten sich Projektleiter Gerd Weimar und seine kreativen Mitarbeitenden aus den Kirchenkreisen Soest und Arnsberg. Wie wirkt Luther, der Mensch aus dem Mittelalter, auf dem Hintergrund von Betonwänden, weißen Ziegelmauern und unter einer relativ niedrigen Decke? Wie passen die großen Chöre und die unterschiedlichen Szenenorte des Stücks in einen kleineren Raum?

Am Abend des Festakts zum Reformationsjubiläum begrüßte Superintendent Dieter Tometten nach den anregenden, den Verstand ansprechenden Festvorträgen, das Publikum zur Musik-und Theateraufführung. „Große Geschichten und kleine Leute bekommen Sie zu sehen“, sprach er das Publikum an, “hier sitzen viele junge Leute und bestimmt auch viele, die an ihrem Glauben oft zweifeln.“ Er freute sich über das große Interesse an der Aufführung.

Allen Zweifeln zum Trotz ist dank der Flexibilität und Kreativität der Musiker und Theaterspielenden, der Regisseurin und des aufmerksamen Publikums die Übertragung der Geschichte in die Gegenwart gelungen. Wieder beeindruckte der Herscheider Pfarrer Bodo Meier, den die Arnsberger aus seinen Zeiten als Bestwiger Pfarrer kennen, mit seiner glaubwürdigen Darstellung des suchenden, zweifelnden Christen, befreiten Bibellesers und angefochtenen Reformators. Die trockene Akustik brachte die deutschen und lateinischen Texte der Chorstücke angenehm zur Geltung. Jedes Wort war zu verstehen. Der Thron des Kaisers passte sich in eine Nische des modernen Gebäudes ein. Die Laufwege zwischen den Publikumsbänken erwiesen sich als geeigneter Spielraum. Das Publikum spielte mit als Volk, das dem Kaiser auf dem Reisetag zu Worms huldigt, das gespannt den Wortwechsel zwischen Luther und dem päpstliche Legaten verfolgt und einstimmt in das deutsche Lied: „Ein feste Burg ist unser Gott.“

Das Publikum spendete stehend Beifall und erreichte, dass alle zusammen noch einmal den Reformationschoral aus Luthers Feder sangen.
Die Superintendenten dankten allen Aktiven: Gerd Weimar und seinem kreativen Team, allen Schauspielern und Schauspielerinnen, den Instrumentalisten und den Chören, mit Dankesworten und Rosen. Superintendent Tometten lud die Festgemeinde ein, am 24. Juni zum zweiten Reformationsfest der Kirchenkreise zu kommen.

Weit mehr als die Glücklichen, die ein Einlassticket bekommen konnten, hätten das Luther-Projekt gerne gesehen. Eine lange Warteliste ist angelegt. Wenn die Verantwortlichen und die Aktiven Zeit für eine dritte Aufführung finden, wird dies veröffentlicht und die Wartenden erhalten die Information per E-Mail. 
Text und Bilder: KKB

Bildergalerie    Bilder aus der Wiesenkirche, Oktober 2016


Superintendent Tometten begrüßt das Publikum.

31.10.1517: Thesenanschlag

Gerd Weimar, Dirigent und Initiator des Projekts - ganz nah beim Publikum

Die Chormusik beeindruckte.

Herzlicher Applaus für alle Kreativen

 
 
 
 
Umzug gelungen - Zweiter Erfolg des Luther-Projekts in modernem Kirchgebäude
 

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