01.10.2013

Verdis Requiem zum 200. Geburtstag-


200 Menschen musizieren in der Abtei Königsmünster in Meschede.

„Verdi war ein genialer Musiker. Ich freue mich schon sehr auf dieses besondere Konzert, beim Requiem bekommt man eine Gänsehaut“, sagt die 45jährige Petra Klaßen, die dieses grandiose Oratorium schon einmal gesungen hat und in diesem Jahr,am 10. November wieder mit dabei sein wird. In der Tat erwartet die Zuhörer eine beeindruckende Kulisse, wenn 140 Sängerinnen und Sänger, 60 Orchestermusiker und die Solisten in die Kirche einziehen werden.

Verdi, der vor 200 Jahren geboren wurde, ist uns vor allem als Großmeister der italienischen Oper bekannt. Als zehnjähriger Junge spielte er die Orgel in der Dorfkirche und wurde dadurch früh von der Kirchenmusik geprägt. Als junger Erwachsener erlitt er schwere Schicksalsschläge: seine beiden Kinder verstarben, kurze Zeit später auch seine Frau. Nach einer Zeit mit schweren Depressionen kam er zurück ins Leben und begeisterte mit seinen Opern wie „Rigoletto“, „La Traviata“, später dann „Aida“, „Otello“ und „Falstaff“ die Musikwelt. Anlässlich des Todes seines Freundes Giacomo Rossini initiierte Verdi unter den besten Komponisten Italiens die Komposition eines Requiems. Er selbst steuerte das „Libera me“ bei, welches er dann ein paar Jahre später zur Komposition eines eigenen Requiems verwendete. Sicherlich flossen die persönlichen Erfahrungen junger Jahre und auch die Erfahrungen, die er mit seinen Opernkompositionen sammelte, in sein Requiem ein.

Das Requiem ist nicht für die Liturgie, sondern für den Konzertsaal geschrieben. Es ist Ausdruck eines bei aller Distanz zur Kirche tiefreligiösen Menschen. Verdis Musik ist impulsiv und farbenfroh und verleiht dem Text eine gut verständliche Bild- und Sinnhaftigkeit. Sie lehrt den Hörenden Demut vor dem Tod und zugleich Hoffnung auf die Erlösung der gläubigen Seele.

Um den Anforderungen der Komposition gerade im Hinblick auf ihre Wirkung gerecht zu werden, hat Kirchenmusikdirektor Gerd Weimar mehrere Chöre auf dieses Konzert vorbereitet. Es singen der Projektchor des Kirchenkreises Arnsberg, der Südwestfälische Kammerchor, der Oratorienchor Arnsberg sowie der Jugendchor VokalTotal Arnsberg. Den Orchesterpart übernimmt die Südwestfälische Philharmonie. Eigens für dieses Konzert aus Schweden anreisen werden die Sopranistin Karin Dahlberg sowie die Altistin Ivonne Fuchs, die dem hiesigen Publikum bereits aus vergangenen Konzerten eindrucksvoll in Erinnerung geblieben ist. Die Tenorpartie singt Michael Vaccaro (Frankfurt), die Basspartie Jonathan de la Paz Zaens (Berlin). Die Leitung hat Gerd Weimar.

Vorverkaufsstellen sind: Bürgerbüros der Stadt Meschede, Tel: 0291/205-136; Klosterladen der Abtei Königsmünster, Tel: 0291/2995-109; CAB Bücherstudio Arnsberg, Tel: 02931/3800; sowie bei den Chormitgliedern.


Projektchor des Kirchenkreises mit VokalTotal Arnsberg -Weihnachtsoratorium 2012 in der Abtei

 
 
 
 
Verdis Requiem zum 200. Geburtstag-
 

Kirchenkreis Arnsberg - Impressum