28.02.2017

Fair oder gerecht? - Weltgebetstagsvorbereitung im Sauerland


Meschede. 28 evangelische und katholische Frauen trafen sich Mitte Februar zu einer von drei Tagungen zur Vorbereitung des Weltgebetstags am 3. März im Sauerland. Frauenreferentin Gabriela Hirsch führte den Nachmittag mit einem konfessionell gemischten Team theologisch interessierter Frauen durch.

Zunächst wurde es bunt in der Begegnungsstätte des Gemeinsamen Kirchenzentrums. Die Frauen legten ein Bodenbild zum Leben auf den Philippinen. Auf der blau-weiß-roten Landesflagge stand neben dem Kreuz für die christlichen Glauben eine Waage für den Kampf der Philippininnen um mehr soziale Gerechtigkeit. Rum und Bier zeigten, was dort gebraut und getrunken wird. Das Bild brachte die Sauerländerinnen schnell mit der Kultur und dem Leben des diesjährigen Weltgebetstagslandes in Kontakt. In Kleingruppen ging es um das bunte Titelbild, das dieses Jahr Rowena Laxamana Sta. Rosa, gemalt hat. Etwa die Hälfte der Frauen ließ sich von Regina Swoboda, Gemeindereferentin aus Siedlinghausen, mit dem provozierenden Evangeliumstext konfrontieren. Jesus erzählt von einem Weinbergbesitzer, der allen Tagelöhnern denselben Lohn gibt, obwohl einige 12, andere sieben und einige nur eine Stunde gearbeitet haben.

„Was ist gerecht? Was ist fair?“ Die Frauen versuchten beides zu  unterscheiden, indem sie sich in die Rolle des Weinbergbesitzers hineinversetzten: „Ich wollte nur einmal ein Experiment machen“ hieß es da, oder: „Ich will von meinem Reichtum abgeben und anderen ein gutes Leben ermöglichen“. Als Arbeitnehmer der ersten Stunde fragten sie Jesus: „Warum hast du vor unseren Augen den anderen genauso viel gegeben wie uns?“ Diejenigen, die nach nur einer Stunde den vollen Lohn erhalten hatten, überlegten, ob sie am nächsten Tag auch erst am späten Nachmittag um Arbeit bitten sollten. Eine von ihnen betonte, sie habe sich nicht früher auf den Markt stellen können, weil sie sich zuerst zu Hause um die Kinder und die Alten kümmern musste, wofür sie keinerlei Arbeitslohn erhalten würde.

Lebenserfahrene Frauen mit theologischen Kenntnissen setzten sich selbstbewusst mit biblischer Tradition auseinander. Es machte Spaß. Beste Voraussetzung dafür, dass am Freitag, den 3. März auch die Gottesdienste zum Weltgebetstag mit Herz und Humor zum informierten Beten mit den Frauen der Philippinen führen werden.

Die lokalen Gottesdienstzeiten finden Sie in der Presse und auf den Internetseiten der Kirchengemeinden.
KKB


Weltgebetstagsbodenbild: Philippinen sichtbar gemacht

Das Vorbereitungsteam: v.l.n.r.: Maria Mettbach, Meschede, Helga Arnrich, kfd Meschede, Regina Swoboda vom Pastoralverbund Winterberg, Schwester Gratia Feldmann vom Bergkloster Bestwig, Gaby Hirsch, Kirchenkreis Arnsberg, Rosemarie Hackler, Meschede.

 
 
 
 
Fair oder gerecht? - Weltgebetstagsvorbereitung im Sauerland
 

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