07.03.2017

Hörst du mir eigentlich zu, Martinus!-Von Jutta Juchmann inszenierte Tischrede der Katharina von Bora


Meschede. „Ich muss mir den Doktor anders gewöhnen, auf dass er’s macht, wie ich will!“ diesen Vorsatz fasste Katharina von Bora bereits neun Tage nach der Hochzeit. Damit war sie wohl erfolgreich. Nannte der Doktor Martinus Luther sie doch respektvoll „mein Herr Käthe“ und fügte hinzu, der Mann solle der Herr im Hause sein --- „wenn die Frau nicht daheim ist!“ – Sein Freund Philipp Melanchthon wusste von der Lutherin, „ihr Gutdünken und Meinung müsse alleweg vorangehen“ …

Käthe verwandelte das kalte Kloster zu Wittenberg in ein Heim, den Friedhof in einen Obst- und Gemüsegarten sowie den abgezehrten Martinus, dem man die Knochen durch die Haut zählen konnte, in einen gutgenährten Mann. Sie lud ihre Nachbarinnen zum Bierkränzchen mit dem Selbstgebrauten ein - das übrigens ihre Nachfahrin in 14. Generation heute noch in Wittenberg als Katharinenbier zu kosten gibt. Sie vertrieb ihrem Gatten die schwarzen Gedanken und linderte seine Gallenkoliken mit einem Trunk aus Knoblauch und – Pferdeäpfeln, ganz egal, ob es ihm nun schmeckte oder nicht.

Hören Sie, was Katharina von Bora erzählt vom Alltag im Schwarzen Kloster, von Pflaumenbäumchen und vom Eheleben der Luthers. Von Dingen, die mal gesagt werden mussten und doch von den Scholaren niemals niedergeschrieben wurden…

Gemeinsames Kirchenzentrum

Kastanienweg 4

59872 Meschede

07.07.2017

19:30 Uhr

Eintritt: 7,00 €

Frei nach Christine Brückner; Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main


Katharina von Bora-Bild: EB-KK Ar

 
 
 
 
Hörst du mir eigentlich zu, Martinus!-Von Jutta Juchmann inszenierte Tischrede der Katharina von Bora
 

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