28.11.2014

Selbstbestimmtes Leben ermöglichen - Mitgliederversammlung der Diakonie Ruhr-Hellweg


Bad Sassendorf/Region Ruhr-Hellweg (drh) - Die Diakonie Ruhr-Hellweg bewegt sich in stabilem Fahrwasser. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung konnte Vorstand Steffen Baumann den 33 Vertreterinnen und Vertretern aus den Kirchenkreisen Arnsberg, Hamm, Soest und Unna ein positives Ergebnis vorlegen. Die solide Finanzlage ist Ergebnis eines Konsolidierungskurses, der in den letzten fünf Jahren zahlreiche Veränderungen mit sich gebracht hat. Die Diakonie Ruhr-Hellweg engagiert sich u.a. in der Altenhilfe und der Jugendhilfe, für Familien, Migranten, Flüchtlinge und Schwangere. Sie unterstützt in existenziellen Lebenskrisen, bei Arbeitslosigkeit, bei psychischen Erkrankungen und Suchtproblematiken.

„Täglich neu müssen wir auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren“, betonte Steffen Baumann in seinem Rechenschaftsbericht. Entscheidend sei daher das Thema Innovation – nur so könne die Diakonie Ruhr-Hellweg auf dem Sozialmarkt bestehen. Und nur so könne sie weiterhin ihr diakonisches Ziel verfolgen, nämlich so vielen Menschen wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. „Täglich muss es unser Bestreben sein, gesellschaftlichen Wandel nach Möglichkeit mit zu gestalten und neue Antworten auf bestehende und sich neu stellende soziale Fragen zu finden“, so Baumann.

Als Beispiel für Innovation nannte der die 180 Grad-Rückführungsgruppe in Hamm, eine stationäre Einrichtung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, die auf eine kurze Verweildauer angelegt ist. Eltern und Kinder werden ganzheitlich so gestärkt, dass anschließend ein gemeinsames Familienleben wieder gelingen kann.

„Wir sind einen ganzen Schritt weitergekommen“, zeigte sich auch die Vorsitzende des Verwaltungsrates, Superintendentin Annette Muhr-Nelson aus dem Kirchenkreis Unna, zufrieden. Fachlichkeit, Wirtschaftlichkeit und theologische Grundüberzeugungen seien die Maßstäbe der strategischen Neuausrichtung gewesen. So sei es möglich geworden, dass wirtschaftsstarke Bereiche die wirtschaftlich schwächeren mittragen. Beratungsangebote etwa für Flüchtlinge habe man auf diese Weise erhalten können, obwohl sie vom Staat nur in geringem Umfang bezuschusst werden.

Das Engagement der Diakonie Ruhr-Hellweg für arbeitsuchende Menschen beschrieb schließlich Axel Wohlmeiner, Leiter des Fachbereiches „Arbeit und Entwicklung“. Neben verschiedenen Beschäftigungsprojekten stellte er die Kaufnett-Secondhand-Kaufhäuser mit ihren rund 130 Beschäftigten an sechs Standorten als größten Bereich heraus. Ein sehr innovatives und dazu erfolgreiches Projekt sei außerdem „PIA“, das geistig behinderte Menschen als Alltagshelfer in Einrichtungen der Altenhilfe qualifiziert.

Als neue Vorsitzende der Mitgliederversammlung wurde Irene Bauer-Jungmann, Schulpfarrerin aus dem Kirchenkreis Arnsberg, gewählt. Ihr Stellvertreter ist Martin Brandhorst, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Kamen. Verwaltungsrat und Vorstand wurden im Rahmen der Versammlung einstimmig entlastet, der Jahresabschluss einstimmig beschlossen.

„Gott hat uns individuelle Freiheit geschenkt“, blickte Steffen Baumann auf die Herausforderungen der Zukunft. „Damit ist stets auch Verantwortung für uns, unseren Nächsten und die Gesellschaft, in der wir leben, verbunden.“ In ihrer Andacht hatte Diakonie-Pfarrerin Margot Bell aus dem Kirchenkreis Soest es eingangs mit Dietrich Bonhoeffer formuliert: „Das Leben Jesu ist noch nicht zu Ende gebracht – Christus lebt es weiter in dem Leben seiner Nachfolger.“ CH

 

 


(von links): Vorstand Steffen Baumann, Pfarrerin Irene Bauer-Jungmann (Vorsitzende Mitgliederversammlung), Pfarrer Martin Brandhorst (Stellvertretung), Pfarrer Christian Bald (ehem. Vorsitzender Mitgliederversammlung) und Superintendentin Annette Muhr-Nelson (Verwaltungsratsvorsitzende). Foto: Diakonie Ruhr-Hellweg

 
 
 
 
Selbstbestimmtes Leben ermöglichen - Mitgliederversammlung der Diakonie Ruhr-Hellweg
 

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