11.12.2013

Leben mit Parkinson


Gratwanderung zwischen Akzeptanz und Kampf. Von Ursula Schieseck. Eigenverlag, für 12,50 Euro zu erhalten bei Schiesecks, Tel. 02937-2915

Die Oeventroperin Ulla Schieseck ist fast 70 Jahre alt und seit 24 Jahren an Parkinson erkrankt. Zunächst ausgebildet in Tiefbautechnik und tätig im Straßenbau, bildete sie sich fort und weiter zur Erwachsenenbildnerin, Gestalt-und Soziotherapeutin. Als Mutter von zwei Kindern und Pfarrfrau hat sie ihr Leben lang gern gearbeitet: vor-und nachmittgas in der Klinik, abends im Kirchenkreis und nachts an ihrem Schreibtisch. Dort entstanden Texte, in  denen sie verarbeitete, wie die Krankheit sie bedrückt, zornig und müde macht, wie sie aber trotzdem immer wieder auch aufstand. Wortreihen schildern den Abschied vom Alltäglichen: „Aufgaben lösen, planen, logisch denken, räumlich sehen – es wird mühsam und funktioniert nicht mehr richtig“ - reflektieren den widerständigen Willen; „ich will noch nicht aufgeben!!!“ und lassen Angst ahnen: „nur bevor ichzur Karikatur werde, will ich mich zurückziehen.“ Schonungslos ehrlich mit sich selbst, gleichsam vertrauensvoll im Monolog, der auch als Dialog gelesen werden kann, ohne dass ein Gegenüber genannt wird.
Ulla Schiesecks Texte und Bilder haben etwas vom biblischen Jakob, der nachts mit Gott ringt, dabei lähmend auf die Hüfte geschlagen wird und dennoch gesegnet in den Sonnenaufgang hinkt. Veröffentlicht hat sie ihre Arbeiten für Menschen, die mit Einschränkungen kämpfen und Worte suchen um auszudrücken, was sie erleben. Sie steht als Gesprächspartnerin zur Verfügung.


 
 
 
 
Leben mit Parkinson
 

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