16.03.2017

Mit Luther-Puppe Reformation spielen -


Hüsten. Superintendent Alfred Hammer besuchte Anfang März den Regenbogen-Kindergarten. Eine Handpuppe mit einem schwarzen Mantel, grauen halblangen Haaren und einer schwarzen Kappe brachte er mit. Eifrig klappte er den Mund der Puppe auf und zu. Hammer sprach über sie die über 20 Kinder an, die mit dem Erzieherinnen-Team auf dem Boden saßen. „Seht ihr, wen ich mitgebracht habe?“ fragte die Puppe und zeigte auf fünf weitere Puppen. Alle sind Martin Luther, der in diesem Jahr eine große Rolle spielt. Wie der Regenbogen-Kindergarten in Hüsten gehören der Jona-Kindergarten in Marsberg, der Martin-Luther-Kindergarten in Arnsberg, der Zachäus-Kindergarten in Warstein-Belecke, der Arche-Noah-Kindergarten und der Bonhoeffer-Kindergarten in Neheim zum Trägerverbund des Ev. Kirchenkreises Arnsberg. Für alle sechs hatte Hammer je eine Kiste mit einer Handpuppe und pädagogischem Informationsmaterial zur Reformation mitgebracht. Wie kann man das Reformationsjubiläum im Kindergarten gestalten? Das Paket enthält Tipps und Tricks und leicht nachvollziehbare pädagogische Impulse.

Mit der Puppe machte Hammer vor, wie es gehen kann und überreichte die erste Stefan Brandis. Damit begrüßte er ihn als neuen Leiter des Kindergartens in Hüsten. „Bringen Sie den Kindern nahe, was Luther wichtig war: Gott hat die Welt für uns geschaffen und hat uns lieb. Daraus können wir leben.“

Danach wandte sich Hammer Diana Junker-Thiemann zu, dankte ihr für alles, was sie während ihrer Zeit als Leiterin im Regenbogen-Kindergarten bewirkt hat, und begrüßte sie auf Ihrer neuen Stelle: „Sie arbeiten jetzt auf der Kirchenkreisebene als Fachberaterin für Sprache und Integration in unseren Kindergärten. Eine wichtige Aufgabe, damit Kinder, die hier leben, auch unsere Sprache lernen.“ Junker-Thiemann berät aktuell 13 Kindergärten

Abschluss der feierlichen Handlung bildete ein Handpuppenspiel: Erzieherin Bärbel Reffelmann tritt mit der Handpuppe als Martin Luther auf. Er sitzt am Schreibtisch mit Bibel, Schreibfeder und Tintenfass. Da kommt- ebenfalls als Puppe an der Hand von Erzieherin Susanne Butzlaff - Jamie Lee angesaust, ein langhaariger Grundschüler. Wer bist du denn? fragt er die andere Puppe und Luther erklärt sich und in Kürze sein reformatorisches Anliegen. Vor 500 Jahren hätte die Kirche den Menschen vorgemacht, sie könnten sich gegen Geld von der Strafe für ihre Sünden befreien. Luther fand das gelogen „Und Lügen geht nicht, oder?“ Lügen sei uncool, stimmt Jamie Lee zu. Er fragt „Mattin“ ein Loch in den Bauch, bis der ihm von dem Apfelbäumchen erzählt, das er angesichts eines bevorstehenden Weltuntergangs pflanzen würde. „Das kapier ich nicht, Mattin“, erwidert Jamie Lee. Und Luther erklärt kindgerecht: „Auch wenn du meinst, in der Schule geht nichts mehr, du darfst Hoffnung behalten“ Das versteht Jami Lee. Und Luther hat von Jamie Lee das neue Wort „cool“ gelernt. Begeistert klatschten Kinder und Erwachsene über dieses lustige und informative Reformationsspiel.

Text und Bilder: KKB


Stefan Brandis, der neue Leiter des Regenbogen-Kindergartens in Hüsten

Mattin und Jamie Lee im Gespräch

Alle Kindergarten-Leitungen freuen sich über die Luther-Kisten. Mitte links: Diana Junker-Thiemann, Mitte rechts: Stefan Brandis

 
 
 
 
Mit Luther-Puppe Reformation spielen -
 

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