21.10.2016

Marke-Luther-Briefmarken-Ausstellung zum Reformationsjubiläum


Brilon. Am Reformationstag, Montag, 31. Oktober hält Pfarrer Werner Milstein in der Ev. Stadtkirche Brilon, Kreuziger Mauer 2,einen festlichen Abendmahlsgottesdienst. Er beginnt um 19.00 Uhr.

Im Anschluss daran wird die von Milstein zusammengestellte Ausstellung „Marke Luther“ eröffnet, die im Laufe des Novembers im Evangelischen Gemeindezentrum, Kreuziger Mauer zu besichtigen ist. Dienstag - Donnerstag: 9-16 Uhr und Mo: 15-18 Uhr.

Zur Ausstellung:
Mit dem Porträt des Reformators Martin Luther wird zum ersten Mal in der Geschichte das Bild einer Person vielfach in Deutschland verbreitet, die weder zum Adel noch zur hohen Geistlichkeit gehört. Vor allem ist es sein Freund Lucas Cranach, der ihn malt, aber mehr noch sein Bild in Kupfer sticht. Er prägt damit das Lutherbild bis zum heutigen Tag.

Jahrhunderte später finden seine Porträts dann über Briefmarken millionenfache Verbreitung.

1952 erscheint in Westdeutschland die erste Sondermarke mit einem Lutherbild, neun Jahre später wird der Reformator in die Dauerserie der berühmten Personen Deutschlands aufgenommen. Die DDR reagiert zurückhaltend, feierte sie doch in Luthers Rivalen Thomas Münzer ihren großen Patrioten, obwohl die wichtigen Orte der Reformation sich auf ihrem Gebiet befanden. Als sich 1967 der Thesenanschlag zum 450. Male jährte, gab es in Ost und West Gedenkmarken, was sich dann 1983 zum 500. Geburtstag Luthers wiederholte. Es war eine Annäherung in Briefmarken, vorsichtig, aber kontinuierlich.

Sondermarken erinnern nicht nur an Ereignisse und Personen, sondern geben auch ein ganz bestimmtes Bild wieder. Milstein erinnert sich: „Die Postwertzeichen, mit denen ich aufgewachsen bin, haben sich bei mir fest eingeprägt. Dazu zählt auch die Luthermarke von 1961, die sich auf das Plakat zur Ausstellung schmückt. Die Ausstellung ist ein Streifzug durch die deutschen Sondermarken rund um die Reformation, um Luther und seine Mitstreiter, Orte und Ereignisse. Aber auch die Wirkungsgeschichte soll in den Blick genommen werden, wobei schon allein an den Postwertzeichen die Wirkung der Reformation abgelesen werden kann.

Briefmarken sind unauffällig, geradezu alltäglich, aber deswegen nicht zu unterschätzen. Gerade die Sondermarken werden mit viel Liebe und Sorgfalt, aber auch mit einem beachtlichen Hintergrundwissen entworfen. Selbst (oder gerade) in einer von den digitalen Medien bestimmten Welt haben Postkarte und Brief nicht an Wert verloren. Und zu einem persönlichen Schreiben gehört eben auch die entsprechende Marke.


Bild: W. Milstein

 
 
 
 
Marke-Luther-Briefmarken-Ausstellung zum Reformationsjubiläum
 

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